Familienfeste bald erlaubt? Innenminister Herrmann macht Hoffnung in TV-Sendung

München - "Mit Großveranstaltungen sind jetzt typische Familienfeiern so noch nicht gemeint." Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in der Sendung "Jetzt red i" des Bayerischen Rundfunks.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hofft auf baldige Lockerungen für ein soziales Miteinander. (Archiv)
Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hofft auf baldige Lockerungen für ein soziales Miteinander. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

In der Sendung vom Mittwochabend konnten Zuschauer live Fragen an Herrmann und den Fraktionsvorsitzender der FDP im Bayerischen Landtag, Martin Hagen, stellen.

Eine genaue Zahl, ab wann man von einer Großveranstaltung spricht, sei noch nicht geklärt worden, jedoch wären damit Events "mit Tausenden" Besuchern gemeint.

Jedoch, so mahnt der CSU-Politiker, seien auch Familienfeste derzeit wegen der Corona-Krise noch nicht zulässig. 

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Man werde jedoch alles dafür tun, dass "private Feiern in einer überschaubaren Größe wieder möglich werden". Schließlich müsse man das soziale Miteinander bald ermöglichen. Jedoch schrittweise. 

Im Bereich der Gastronomie machte der 63-jährige Politiker wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung der Situation: "Da muss die Entwicklung wirklich noch viel viel stabiler sein." Festlegen könne sich aktuell daher noch niemand. "Ich kann's verstehen, die wollen auch Planungssicherheit, und wir müssen uns damit beschäftigen", räumte Herrmann weiter ein. Ein Datum als Richtwert anzugeben traue er sich jedoch aktuell noch nicht.

Kritik am bayerischen Sonderweg kam von Martin Hagen. Er forderte für die Ladenöffnungen eine bundesweit einheitliche Regelung, da sonst mit Grenztourismus zu rechnen sei. Die Menschen kauften dann - so seine Einschätzung - in "Baden-Württemberg und Hessen ein, und der bayerische Einzelhandel schaut in die Röhre".

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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