Kampf gegen Kinderpornografie: Bayern baut Ermittlungen aus

Bamberg - Mit einem neuen Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) will Bayern verstärkt gegen Kinderpornografie vorgehen.

Bayern will verstärkt gegen Kinderpornografie vorgehen. (Symbolbild)
Bayern will verstärkt gegen Kinderpornografie vorgehen. (Symbolbild)  © Uwe Zucchi/dpa

Ein achtköpfiges Team aus Spezialanwälten werde zukünftig für die Ermittlungen zuständig sein, kündigte eine Sprecherin des Justizministeriums an. Am Mittwoch wollen Justizminister Georg Eisenreich (CSU) und der Bamberger Generalstaatsanwalt Thomas Janovsky die Aufgaben der Ermittler vorstellen.

Das neue Zentrum ist bei der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) in Bamberg angesiedelt, wo eine Arbeitsgruppe seit 2018 auf Kinderpornografie spezialisiert ist. Nun sollen die Ressourcen dort verdoppelt werden. 

"Der Kampf gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie muss Tag für Tag entschlossen geführt werden", betonte Eisenreich. "Ein wichtiger Baustein dazu ist, unsere Ermittlungsstrukturen weiter zu stärken."

Außerdem werden ZCB und das Landeskriminalamt (LKA) über die Ermittlungen nach dem Würzburger Missbrauchsfall informieren. Ein Logopäde einer kirchlichen Einrichtung soll mehrere Kinder mit Behinderung über Jahre hinweg schwer sexuell missbraucht haben. 

Angestoßen durch den Skandal wurden zahlreiche weitere Verdächtige ermittelt.

Titelfoto: Uwe Zucchi/dpa

Mehr zum Thema Bayern:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0