Eigenes Gotteshaus: Jedes Jahr entstehen neue private Kapellen

Kirchseeon/München - Auch in Zeiten von Mitgliederschwund und Kirchenkrise werden in Bayern jedes Jahr neue katholische Privatkapellen gebaut. 

Die Gründe, warum Privatpersonen Kapellen bauen, sind unterschiedlich. (Archiv)
Die Gründe, warum Privatpersonen Kapellen bauen, sind unterschiedlich. (Archiv)  © Andreas Arnold/dpa

In der größten bayerischen Diözese, dem Erzbistum München und Freising, entstehen im Schnitt zwei bis vier pro Jahr, sagte Marcus Nelles aus der Abteilung Kirchenrecht im Bistum. 

2018 seien sogar sechs Kapellen gesegnet worden, im Jahr darauf aber nur eine oder zwei. "Es gleicht sich über die Jahre aus." 

Einen Abwärtstrend sieht er nicht. "Die Zahl ist in den letzten 10 bis 15 Jahren gleich geblieben."

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Die Gründe, warum ein Privatmensch Geld in die Hand nimmt, um ein eigenes Gotteshaus zu bauen, seien vielfältig. 

Tiefe Frömmigkeit, Dankbarkeit für privaten oder beruflichen Erfolg, Genesung von Krankheit oder einschneidende persönliche Erlebnisse positiver wie negativer Art am Ort der Errichtung.

Genaue Zahlen gibt es aktuell noch nicht

Deutschlandweit wird die Zahl von Privatkapellen nicht erfasst, teilte die Deutsche Bischofskonferenz auf Anfrage mit. Das sei Sache der 27 einzelnen Bistümer im Land. 

Auch bayernweite Zahlen dazu gibt es nicht. Im Erzbistum Bamberg ist es nach Angaben eines Sprechers seit Jahren nicht mehr vorgekommen, dass jemand eine Kapelle auf sein Privatgrundstück bauen wollte. 

Das Bistum Augsburg hat "keine belastbaren Zahlen" dazu. Das gilt auch für die Bistümer Passau, Regensburg und Würzburg.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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