Kinder in Gefahr: So viele Fälle in Bayern haben Jugendämter registriert

Fürth - Alkohol, Drogen, Gewalt: Bayerns Jugendämter haben im vergangenen Jahr in 19.587 Fällen überprüft, ob das Wohl von Kindern oder Jugendlichen in Gefahr war.

Kinder bedürfen besonderen Schutzes. (Symbolbild)
Kinder bedürfen besonderen Schutzes. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa

Im Jahr davor waren es im Freistaat noch 21.347 sogenannte Gefährdungseinschätzungen.

Im Jahr 2021 waren dabei 9942 Jungen und 9645 Mädchen betroffen, wie das Landesamt für Statistik am Dienstag in Fürth entsprechend mitteilte.

Anzeichen für eine Vernachlässigung, eine psychische oder körperliche Misshandlung seien die häufigsten Gründe einer Kindeswohlgefährdung gewesen. In 2548 Fällen habe es laut den Angaben eine akute Gefährdung gegeben, 2680 Mal eine latente, also nicht unmittelbar sichtbar.

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Bei etwas mehr als einem Drittel der durch Polizei, Gerichte, Staatsanwaltschaft oder unter anderem auch Nachbarn gemeldeten Fälle (7219) wurde derweil keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

Die Familien bekamen aber Unterstützungsangebote der Kinder- und Jugendhilfe, etwa eine Erziehungsberatung. Bei ähnlich vielen Fällen (7140) sahen die Beschäftigten der Ämter weder eine Gefahr für das Kind noch einen Hilfebedarf.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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