Krankenhaus-Ampel in Bayern: So sehen Klinik-Chefs den neuen Corona-Vorstoß

München - Klinik-Chefs in Bayern begrüßen die Pläne der Staatsregierung für eine Krankenhaus-Ampel.

Eine "sinnvolle Maßnahme": Klinikchefs in Bayern begrüßen die Pläne der Staatsregierung für eine Krankenhaus-Ampel.
Eine "sinnvolle Maßnahme": Klinikchefs in Bayern begrüßen die Pläne der Staatsregierung für eine Krankenhaus-Ampel.  © Matthias Balk/dpa

Stefan Nowack, Werkleiter des Klinikums Passau, lobte die im Freistaat geplante Abkehr von der reinen Inzidenz im Bayerischen Rundfunk deutlich.

"Letztlich ist ja das Entscheidende nicht, ob die Menschen Corona bekommen, sondern wie stark die Krankenhäuser belastet sind", sagte Nowack.

Die Krankenhausampel sei eine "sinnvolle Maßnahme", meint auch Christoph Spinner, Infektiologe und Pandemie-Beauftragter des Klinikums rechts der Isar in München.

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Er plädierte im BR bei der Bewertung für ein "Mix-System (...) aus verschiedenen Indikatoren".

"Es eignen sich die Krankenhausbelegungszahlen sehr gut, man darf aber auch die Intensivzahlen nicht aus dem Auge verlieren", erklärte Spinner.

Künftig soll für Anti-Coronavirus-Maßnahmen nicht mehr alleine die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidend sein, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Stattdessen soll es eine Art Ampelsystem geben, bei dem die Auslastung der Intensivstationen und Krankenhäuser im Freistaat im Fokus steht. Die Entscheidung darüber stand am Dienstag auf der Tagesordnung für die Kabinettssitzung.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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