Gaul und Granaten: Kriegswaffen und Munition im Pferdestall entdeckt

Waakirchen - Kriegswaffen und mehrere Hundert Schuss Munition haben Polizisten in Oberbayern in einem Pferdestall entdeckt. 

Die Polizei hat bereits einen 54-jährigen Beschuldigten festgenommen. (Symbolbild)
Die Polizei hat bereits einen 54-jährigen Beschuldigten festgenommen. (Symbolbild)  © Arne Dedert/dpa

Eigentlich hatten die Beamten auf dem Anwesen in Waakirchen nach Diebesgut gesucht, dann fanden sie am Donnerstag mehrere augenscheinlich funktionsfähige Maschinengewehre und andere Waffen, wie das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) am Freitag in München mitteilte.

Die vier vollautomatische Schusswaffen unterliegen dem Kriegswaffenkontrollgesetz: eine Uzi-Maschinenpistole, eine MP 40, ein Sturmgewehr 44 und ein Maschinengewehr 42. Der 54-jährige Beschuldigte wurde festgenommen. Einen Extremismusverdacht gebe es nach ersten Erkenntnissen nicht, hieß es in der Mitteilung.

Die Beamten entdeckten auf dem Anwesen in einem Wohnhaus weitere Munition, eine Doppelflinte, zwei Läufe, einen Einstecklauf, einen Revolver sowie andere verbotene Gegenstände. 16 Kurz- und Langwaffen besaß der Mann zudem legal, sagte ein BLKA-Sprecher. 

Gegen den Verdächtigen wird nun wegen Verbrechens nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz und dem Waffengesetz ermittelt. Das Motiv sei noch nicht bekannt, so der Sprecher. 

Die Pferdeboxen seien bei der Durchsuchung leer gewesen, die Tiere auf der Weide. Die Waffen seien in der Nähe der Boxen in einer "hohlen Wand" versteckt gewesen.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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