Über 100 Lokal-Sender litten unter Corona: Künftiger BLM-Präsident Schmiege zeigt Zuversicht

München - Für Bayerns private Radio- und TV-Sender besteht in der Corona-Krise nach Einschätzung ihres künftigen Chef-Aufsehers Thorsten Schmiege (47) vorsichtiger Grund zur Hoffnung.

Der künftige BLM-Präsident Thorsten Schmiege (47) macht den Lokal- und Regionalsendern im Freistaat Hoffnung.
Der künftige BLM-Präsident Thorsten Schmiege (47) macht den Lokal- und Regionalsendern im Freistaat Hoffnung.  © Sven Hoppe/dpa

"Wenn es keinen neuen Lockdown gibt, sind wir über den Berg", sagte Schmiege der Deutschen Presse-Agentur in München.

Den lokalen und regionalen Sendern macht besonders der Ausfall von Werbeumsätzen schwer zu schaffen.

Schmiege übernimmt offiziell zum 1. Oktober das Amt des Präsidenten der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM).

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Der 47-jährige Jurist ist seit rund zwei Jahren Geschäftsführer bei der BLM. Vorgänger Siegfried Schneider (65) hatte sich nicht um eine dritte Amtszeit beworben. Er stand seit 2011 an der BLM-Spitze. Bereits an diesem Donnerstag erfolgt die Stabübergabe an Schmiege.

Die wirtschaftliche Situation sei für manche Privatsender noch immer eine Herausforderung, betonte Schmiege.

Doch die Anbieter hätten sich mit Kreativität, einem teils harten Sparkurs und der Unterstützung von BLM, Freistaat und Bundeshilfen vergleichsweise gut behauptet.

BLM fördert über 100 lokale und regionale Radio- und TV-Programme

"Gerade der zweite Lockdown hat aber den kleinen lokalen Sendern, die besonders auf Werbeeinnahmen aus dem Handel und von Veranstaltungen vor Ort angewiesen sind, noch einmal sehr zugesetzt."

Der BLM-Präsident wird für jeweils fünf Jahre vom Medienrat gewählt, dem Aufsichtsgremium der BLM. Die 50 Mitglieder vertreten Parteien und andere gesellschaftlich relevante Gruppen in Bayern.

Die BLM ist eine von bundesweit 14 Landesmedienanstalten. Finanziert wird sie vor allem durch Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag, zudem vergibt sie öffentliche Fördermittel.

Die BLM beaufsichtigt und fördert mehr als 100 lokale und regionale Radio- und TV-Programme.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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