Hunderte tummeln sich auf gefrorenem See: Polizei greift zu den Kufen

Schwangau - Am Mittwoch bewegten sich die Beamten der Füssener Polizei auf ungewöhnlichem Terrain, um die Balance zwischen Freizeitspaß und Corona-Schutzmaßnahmen zu gewährleisten.

Großer Andrang auf den Eisflächen - doch Strafen mussten keine verhängt werden. (Symbolbild)
Großer Andrang auf den Eisflächen - doch Strafen mussten keine verhängt werden. (Symbolbild)  © DPA

Grund dafür waren zahlreiche Meldungen vom Dienstag, die bei den Ordnungshütern eingingen.

Mehrere hundert Personen sollen sich demnach auf dem gefrorenen Schwansee aufgehalten haben.

Also machten sich tags darauf gegen 10.30 Uhr insgesamt zehn Polizisten auf den Weg zum Ort der Wintersport-Begierde, um die naturschutz- und pandemierechtlichen Vorgaben zu überprüfen.

"Die ankommenden Besucher, überwiegend Schlittschuhfahrer, wurden schon auf dem Weg zum See von den Einsatzkräften auf die geltenden Bestimmungen zum Infektionsschutz, also insbesondere das Kontaktverbot, hingewiesen", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. "Darunter fällt im Speziellen auch das Verbot der Ausübung von Mannschaftssportarten wie beispielsweise Eishockey."

Doch auch auf dem See selbst zeigten die Polizisten Präsenz und verhinderten, dass der ein oder andere in seinem Bewegungsdrang in den Übermut schlitterte.

Kufen-Fans nehmen die Situation sportlich

Auf Kufen sorgte die Polizei vor dafür, dass die Schlittschuhfahrer Abstand hielten. (Symbolbild)
Auf Kufen sorgte die Polizei vor dafür, dass die Schlittschuhfahrer Abstand hielten. (Symbolbild)  © Peter Steffen/dpa

"Ziel war hier, bei den Sportlerinnen und Sportlern auch nochmal direkt während des Aufenthalts auf dem Eis die Aufklärung zu suchen, gegebenenfalls auch zu ermahnen und für die Einhaltung der Bestimmungen zu sorgen", vermeldeten die Pressestelle der Polizei.

Die Freunde der scharfen Kufe nahmen es offenbar sportlich: "Die Reaktionen auf die Ansprache waren nach Feststellung der Beamtinnen und Beamten durchweg positiv."

Da der Einsatz noch lief, während die Mitteilung an die Öffentlichkeit rausging, konnte man noch kein abschließendes Urteil fällen. Doch bis dahin hielten sich die Freiluftsportler an die bestehenden Regeln.

"Sollten im Rahmen des noch laufenden Einsatzes Verstöße festgestellt werden, werden diese auch konsequent zur Anzeige gebracht", heißt es.

Wie es laut einer dpa-Meldung heißt, sollen sich lediglich 40 Personen abseits des Sees auf dünnes Eis begeben haben: Zahlreiche Falschparker müssen hier demnächst mit Post rechnen.

Titelfoto: DPA

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