Gedenken an das Ende des Nazi-Grauens vor 75 Jahren: Befreiung des KZ Dachau

Dachau - Erinnern ist wichtig! Mit einer Kranzniederlegung gedenkt Bayerns Staatsregierung am Mittwoch (11 Uhr) der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau vor 75 Jahren. 

US-amerikanische Soldaten hatten in Dachau am 29. April 1945 mehr als 30.000 Menschen befreit, die inhaftiert waren.
US-amerikanische Soldaten hatten in Dachau am 29. April 1945 mehr als 30.000 Menschen befreit, die inhaftiert waren.  © Sven Hoppe/dpa

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) werden dazu erwartet. Um 17 Uhr folgt eine ökumenische Videoandacht aus der Versöhnungskirche der Gedenkstätte, zu sehen im Internet. 

Eigentlich war am 3. Mai eine große Gedenkfeier mit ehemaligen Häftlingen und Befreiern geplant. Sie wurde aber wegen des Coronavirus abgesagt.

US-amerikanische Soldaten hatten in Dachau am 29. April 1945 mehr als 30.000 Menschen befreit, die in dem Lager inhaftiert waren. Neben den entkräfteten und ausgezehrten Häftlingen fanden die Soldaten auch viele Tote. Dachau war das erste dauerhafte, große Lager der Nazis, die dort auch SS-Soldaten auf das Töten vorbereiteten.

Von März des Jahres 1933 bis 1945 saßen hier mehr als 200.000 Menschen aus ganz Europa in Haft, darunter befanden sich Kommunisten, Sozialdemokraten, Priester, Juden, Zeugen Jehovas, Roma und Sinti sowie Homosexuelle. 

Auch Widerstandskämpfer wie der gescheiterte Hitler-Attentäter Georg Elser waren hier in Bayern eingesperrt. 

Etliche Häftlinge wurden für medizinische Experimente missbraucht. Lagerunterlagen listen knapp 32.000 Tote in Dachau auf. Historiker gehen aber von mehr als 40.000 Toten aus.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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