Was hat sich im Haus abgespielt? Seniorin ist tot, Mann vor Gericht

Ingolstadt – Der Vorwurf ist grauenhaft: Weil er eine 80-Jährige ermordet haben soll, muss sich ein 27-jähriger Mann ab Dienstag (9.15 Uhr) vor dem Landgericht Ingolstadt im Freistaat Bayern verantworten.

Weil er eine 80-Jährige ermordet haben soll, muss sich ein 27-jähriger Mann vor dem Landgericht Ingolstadt verantworten. (Symbolbild)
Weil er eine 80-Jährige ermordet haben soll, muss sich ein 27-jähriger Mann vor dem Landgericht Ingolstadt verantworten. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Die Leiche der Seniorin war im November des vergangenen Jahres in ihrem Haus im Südwesten der Stadt entdeckt worden. 

Sie hatte offenbar mehrere Tage lang im Keller des Anwesens gelegen. Bereits kurz darauf wurde der Verdächtige von der Polizei festgenommen. 

Laut entsprechender Obduktion starb die Frau an stumpfer Gewalt gegen Oberkörper und Hals.

Für das Verfahren sind neun Verhandlungstage bis Mitte September angesetzt.

Update 10.15 Uhr: Angeklagter bestreitet Mord an Seniorin

Zum Auftakt des Prozesses um den Mord an einer Seniorin in Ingolstadt hat der 27-jährige Angeklagte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bestritten. Sein Mandant habe die 80-Jährige nicht getötet, sagte sein Verteidiger in einer Erklärung vor dem Ingolstädter Landgericht am Dienstag. 

Weitere Angaben wolle er derzeit nicht machen.

Laut Anklageschrift war der Angeklagte im November 2019 in das Haus der Frau im Südwesten der Stadt eingedrungen, um sie auszurauben. Dabei sei er "mit schwerster stumpfer Gewalt auf den Kopf und Rumpf" des Opfers vorgegangen, habe sie gewürgt und ihr eine Plastiktüte über den Kopf gezogen. 

Die Seniorin sei daraufhin erstickt. Der 27-Jährige habe sie im Keller liegengelassen und das Haus durchsucht. Schließlich sei er mit zwei Schmuckschatullen und zwei Koffern geflüchtet.

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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