"Letzte Chance": Bayerns Wirtschaft drängt auf Öffnungen

München - Vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Strategie am Mittwoch drängen in Bayern Wirtschaft und Wirtschaftsminister auf Öffnungen.

Für den Einzelhandel könnten ab Mitte März Öffnungen in Betracht gezogen werden. (Symbolbild)
Für den Einzelhandel könnten ab Mitte März Öffnungen in Betracht gezogen werden. (Symbolbild)  © Martin Gerten/dpa

"Viele Betriebe in geschlossenen Branchen sind mittlerweile an einem kritischen Punkt und halten wirtschaftlich nicht mehr lange durch", warnte Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Dienstag.

Deswegen müsse umgesteuert werden. Unter Einhaltung von Hygieneregeln, mit "FFP2-Masken und gegebenenfalls Schnelltests kann ein Hochfahren der Wirtschaft stattfinden".

Der Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), Eberhard Sasse, betonte: "Für zahlreiche Betriebe, die seit Monaten geschlossen sind, ist eine baldige Öffnung die letzte Chance, um ihr Geschäft und ihre Arbeitsplätze zu retten."

Für Einzelhandel und Außengastronomie sollten ab Mitte März Öffnungen in Betracht gezogen werden.

Auch der BIHK plädierte in diesem Zusammenhang für flächendeckende Tests und forderte schnellere Impfungen.

Öffnungen "auf breiter Front" gefordert

Der Bayerische Handwerkstag forderte Öffnungen für das Handwerk "auf breiter Front", um neue Aufträge zu generieren und mit Kunden Material aussuchen zu können.

Mit Tests und Terminabsprachen sei dies möglich. "Wichtig für ein wirtschaftliches Arbeiten ist, dass den Kunden wieder alle Produkte und Dienstleistungen angeboten werden können", sagte Handwerkspräsident Franz Xaver Peteranderl.

"Nur mit dem Werkstattgeschäft kann beispielsweise ein Kfz-Betrieb den Einbruch bei den Neuzulassungen nicht auffangen."

Titelfoto: Martin Gerten/dpa

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