Mörser-Granaten bei Fluss entdeckt! Jetzt haben die Finder Anzeigen am Hals

Fürstenfeldbruck - Zwei junge Männer haben am Sonntagnachmittag in Fürstenfeldbruck einen gefährlichen Fang gemacht.

Magnetfischer entdeckten scharfe Mörsergranaten. Ihr Hobby ist allerdings illegal. (Symbolbild)
Magnetfischer entdeckten scharfe Mörsergranaten. Ihr Hobby ist allerdings illegal. (Symbolbild)  © 123RF/couperfield

An einem Seitenarm der Amper zogen die 24 und 26 Jahre alten Männer gegen 15.30 Uhr zwei Zündköpfe für Mörsergranaten aus dem Wasser. Ihren gefährlichen Fund meldeten sie daraufhin.

Die explosive Beute stammte laut Polizeiangaben noch aus Kriegszeiten und mussten von der Technische Sondergruppe des BLKA vor Ort entschärft werden.

Bis zum Eintreffen der Entschärfungsspezialisten wurden die Männer angewiesen, sich mindestens 50 Meter weit von ihrem Fund fernzuhalten. Ohne Vorkommnisse konnte das Team die Sprengköpfe entschärfen.

Obwohl die beiden Männer nach dem Auffinden der Granaten richtig reagiert haben, müssen sie nun mit Anzeigen rechnen. Denn Magnetfischen ist in Bayern verboten.

"Verstöße können mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro geahndet werden", teilte die Polizei mit.

"Hintergrund ist ein gefährlicher Nebeneffekt des Magnetangelns für die Umwelt. Der durch das Wasser gezogene Magnet wirbelt Sedimente auf, die sich am Gewässergrund abgesetzt haben und auch Schadstoffe, beispielsweise ausgetretenes Munitionspulver alter Kriegswaffen oder DDT, enthalten können."

Laut Beamten des Sprengstoffkommandos hatten die jungen Männer "sehr viel Glück". "Die Gefahren werden unterschätzt", heißt es in einer Pressemitteilung. Oft sind Waffen und Munition durch Rost und Verschmutzung nicht als solche erkennbar.

"Für die Magnetfischer selbst, aber auch für alle umstehenden Personen besteht dann absolute Lebensgefahr." Die beiden jungen Männer bekamen eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige.

Titelfoto: 123RF/couperfield

Mehr zum Thema Bayern:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0