Kleinen Jungen geschlagen und misshandelt? Kind ist tot! Horror-Verdacht gegen 24-Jährigen

Augsburg - Es ist ein schrecklicher Vorwurf: Nach dem Tod eines dreijährigen Buben hat die Augsburger Staatsanwaltschaft einen 24-Jährigen wegen Totschlags angeklagt. 

Nach dem Tod eines dreijährigen Buben hat die Staatsanwaltschaft einen 24-Jährigen wegen Totschlags angeklagt. (Symbolbild)
Nach dem Tod eines dreijährigen Buben hat die Staatsanwaltschaft einen 24-Jährigen wegen Totschlags angeklagt. (Symbolbild)  © 123RF/Katarzyna Białasiewicz

Wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag im Freistaat mitteilte, soll der Lebensgefährte der Mutter des Kindes den Dreijährigen vor etwa einem Jahr mit der Faust in den Bauch und ins Gesicht geschlagen haben, anschließend soll er das schreiende Kind weiter misshandelt haben. Der kleine Junge starb später im Krankenhaus.

Der beschuldigte Deutsche soll das Kind in der Wohnung der Mutter in Dillingen betreut haben, als die Frau nicht daheim war, der Vater des Kindes lebte nicht in dem entsprechenden Haushalt. 

Sollte das Landgericht Augsburg die Anklage zulassen, drohen dem in Untersuchungshaft sitzendem 24-Jährigen bis zu 15 Jahre Gefängnis. Ein Termin für einen Prozess steht nicht fest.

Das zuständige Landratsamt Dillingen hatte nach dem Tod des Buben eine Panne eingeräumt. Denn eine Nachbarin hatte bereits ein viertel Jahr zuvor das Veterinäramt angerufen, weil die Hunde der betroffenen Familie keinen Auslauf bekämen und die Kinder "ebenfalls eingesperrt" seien. 

Der Anruferin wurde gesagt, dass sie wegen der Kinder beim Jugendamt anrufen soll, zu diesem zweiten Telefonat kam es aber nicht. Später räumte die Kreisbehörde ein, dass das Veterinäramt intern die Information an das Jugendamt hätte weitergeben müssen, dies aber nicht erfolgt sei.

Das Landratsamt in Dillingen an der Donau hatte wiederum Vorwürfe gegen das Jugendamt in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt erhoben, wo die Familie zuvor gelebt hatte. Das Jugendamt Halle hätte die Kollegen von dem Umzug nach Bayern informieren müssen, da bezüglich des Buben in Halle bereits eine Kindeswohlgefährdung festgestellt worden sei. Die Stadtverwaltung in Halle hatte erklärt, seit 2017 nicht mehr mit der Familie befasst gewesen zu sein.

Titelfoto: 123RF/Katarzyna Białasiewicz

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