Urnen vor Beisetzung geklaut: Von der Asche des Toten fehlt immer noch jede Spur

Miesbach - Von der vor zwei Wochen im oberbayerischen Miesbach vor der Beisetzung verschwundenen Urne fehlt noch immer jede Spur. 

Robert E. (rechts), der Sohn des Verstorbenen, veröffentliche ein Foto der gesuchten Urne (links).
Robert E. (rechts), der Sohn des Verstorbenen, veröffentliche ein Foto der gesuchten Urne (links).  © Screenshot/Facebook Robert Ellmann

Es werde weiter ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II am Donnerstag. 

Die Urne war aus der Aussegnungshalle genommen worden, während die Trauergemeinde in der Kirche an einem Gottesdienst teilnahm (TAG24 berichtete). 

Als die Angehörigen zurückkehrten, war das Gefäß verschwunden. 

Der Sohn des Verstorbenen Robert E. bat auf Facebook um Mithilfe bei der Suche und veröffentlichte ein Foto der gesuchten Urne

"Ich möchte gerne wissen, wo mein Papa ist", so der Trauernde. 

Die Tat muss sich binnen zehn Minuten ereignet haben. Davor war das Gefäß mit der Asche noch gesehen worden. 

Auf Zetteln wurden außerdem Friedhofsbesucher zur Mithilfe aufgerufen - und an den mutmaßlichen Dieb appelliert, die Urne zurückzubringen. 

Sohn bittet Täter die Urne seines Vater zurückzugeben

"Die Urne kann jederzeit anonym in der Aussegnungshalle abgestellt werden", hieß es auf dem am Friedhof angebrachten Schreiben. Unter einer Handynummer könne auch mitgeteilt werden, wo sich die Urne befinde. Dies brachte aber nicht den erhofften Erfolg.

Immer wieder gibt es Berichte über den Diebstahl von Urnen. Teils wurden dazu auch Fächer an den Friedhöfen aufgebrochen oder aufgeschraubt. Die Gründe blieben oft im Dunkeln. 

Gelegentlich wurde vermutet, dass es den Tätern um das Metall der Urnen ging.

Titelfoto: Screenshot/Facebook Robert Ellmann

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