Quarantäne! Söder steckt in Isolation und appelliert an die Bevölkerung

München - Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) hat die Bevölkerung mit Blick auf die bald beginnenden Corona-Impfungen eindringlich um Geduld gebeten.

Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) bittet die Bevölkerung um Geduld. (Archiv)
Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) bittet die Bevölkerung um Geduld. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Er selbst hat sich nach der Corona-Infektion von Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (49, CSU) in Quarantäne begeben: "Die Amtsgeschäfte werde ich digital weiterführen", schrieb der CSU-Chef am Montagmittag beim Kurznachrichtendienst Twitter. Er wünsche Herrmann einen milden Verlauf und gute Besserung.

Herrmann, der seit Monaten die Corona-Politik in der Staatskanzlei koordiniert, hatte wenige Minuten zuvor ebenfalls per Twitter mitgeteilt, positiv getestet worden zu sein. "Es geht mir den Umständen entsprechend gut. Ich habe mich umgehend in Quarantäne begeben."

Beim Thema Impfstoff jedoch kann man nicht von eine Minute auf die andere reagieren. Darum appellierte Söder bei einem Besuch des neu eingerichteten Impfzentrums in München am Montag: "Es wird alles getan, aber Fakt ist, es wird seine Zeit brauchen."

Auch nach dem vorläufig angepeilten Ende des harten Lockdowns am 10. Januar werde das Leben nicht gleich wieder normal weitergehen können.

Nicht "mit allen möglichen Verschwörungstheorien kommen"

Ab dem 27. Dezember, so der Plan, können die Massenimpfungen zum Schutz vor Sars-CoV-2 beginnen. (Archiv)
Ab dem 27. Dezember, so der Plan, können die Massenimpfungen zum Schutz vor Sars-CoV-2 beginnen. (Archiv)  © Frank Augstein/AP POOL/dpa

Das Virus werde nie mehr ganz verschwinden, betonte Söder. "Aber wir müssen es unter Kontrolle bringen, und im Moment ist es nicht unter Kontrolle". Viele Kliniken im Freistaat seien bereits am Limit.

Die Infrastruktur für die wahrscheinlich am 27. Dezember beginnenden Massenimpfungen stehe zwar inzwischen, doch die Produktionskapazitäten für den Impfstoff seien noch beschränkt. "Das wird eine große, zusätzliche Geduldsprobe werden für uns alle."

Außerdem sei unklar, wie viele Menschen sich dann tatsächlich impfen lassen werden, wenn sie an der zuvor festgelegten Reihe sind. Söder warnte in diesem Zusammenhang vor Falschinformationen.

"Seit Monaten laufen zwei Viren durch das Land. Das eine ist das hochgefährliche Coronavirus, hoffentlich nicht mutierend. Und das andere ist dieses Virus der Verunsicherung und der Skepsis und zum Teil der Ignoranz."

Er bat deshalb darum, nicht auch beim Impfen "mit allen möglichen Verschwörungstheorien zu kommen".

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

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