83 Bewerber für 8 Plätze: Welche Stadt wird Bayerns Modellregion?

München - Bei der anstehenden Entscheidung über die bayerischen Modellregionen für Corona-Lockerungen hat die Regierung die Qual der Wahl.

Ein Schild weist in einer bayerischen Innenstadt auf die Maskenpflicht hin.
Ein Schild weist in einer bayerischen Innenstadt auf die Maskenpflicht hin.  © Nicolas Armer/dpa

Bis zum frühen Sonntagnachmittag lagen dem bayerischen Gesundheitsministerium 83 Interessensbekundungen vor, wie eine Sprecherin auf Nachfrage erklärte.

Damit ist die Zahl auch am Wochenende weiter gestiegen. Die Entscheidung soll noch diese Woche fallen.

In den Modellregionen sollen vorsichtige Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen ermöglicht werden. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hatte zuletzt erklärt, sie sollten zeigen, "wie eine kontrollierte Öffnung bestimmter Lebensbereiche unter Pandemie-Bedingungen möglich ist".

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Am Mittwoch hatte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) im Landtag den Plan für die Modellregionen in seiner Regierungserklärung erläutert. Er geht zurück auf den Beschluss von Bund und Ländern von Anfang der Woche.

Demnach kommen grundsätzlich Städte in Frage, die eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner zwischen 100 und 150 haben. Insgesamt soll es acht Modellregionen geben: In jedem Regierungsbezirk eine, in Oberbayern zwei.

Zu den Städten, die bisher Interesse angemeldet haben gehören mit München und Nürnberg auch die beiden größten im Freistaat. München lag am Sonntag allerdings knapp unter der Inzidenz von 100, wenn auch mit klar steigender Tendenz in den vergangenen Tagen.

Weitere Orte, deren Interesse bekannt ist, sind unter anderem Würzburg, Coburg, Aschaffenburg, Schweinfurt, Bad Kissingen, Ingolstadt, Rosenheim, Günzburg, Bad Füssing und Lindau.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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