Neuschwanstein menschenleer, Herrenchiemsee verwaist: So wenige Besucher wie nie in Bayern

München - Die Besucherzahlen der Bayerischen Schlösserverwaltung sind in der Corona-Krise drastisch eingebrochen.

Menschenleer ist eine Aussichtsplattform unterhalb des Schlosses Neuschwanstein.
Menschenleer ist eine Aussichtsplattform unterhalb des Schlosses Neuschwanstein.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

In Museen, Sammlungen und Raumkunstwerken erreichten sie 2020 im Schnitt nur 30 Prozent eines Normaljahres, wie die Bayerische Schlösserverwaltung am Dienstag mitteilte.

Rund 1,4 Millionen Menschen bestaunten demnach die staatlichen Schlösser, Gärten und Seen im vergangenen Jahr, 2019 waren es noch knapp 5,2 Millionen Besucher.

Die Schlösser waren mehr als vier Monate geschlossen, aber auch sonst blieben viele Besucher fern.

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"Was in anderen Jahren Gäste von den entlegensten Winkeln der Welt nach Bayern zieht, stand dieses Jahr in besonderer Weise im Dienst an den Einheimischen", erklärte Bernd Schreiber, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung, in einer Pressemitteilung.

Die Einheimischen hätten vor allem Erholung in den Gärten und Parkanlagen gesucht. "Noch nie haben so viele Menschen unsere historischen Gärten besucht", meinte Schreiber. Der Bastionsgarten auf der Willibaldsburg Eichstätt verzeichnete beispielsweise 10.000 Gäste mehr als in den Jahren zuvor. Auch in den Hofgarten Würzburg und in den Englischen Garten in München zog es unzählige Besucher.

Restauratoren und Denkmalpfleger hätten die Zeit für Reparaturen genutzt, hieß es weiter. So sei die Restaurierung der Prunkräume von Schloss Neuschwanstein viel schneller vorangegangen als gedacht. Fachkräfte hätten die historischen Parkettböden und Türen untertags restauriert und laute Arbeiten wie das Absaugen von Wänden oder Decken ohne Unterbrechung für Führungen durchgezogen.

Auch viele Ausstellungsräume wie beispielsweise in der Residenz Ansbach seien während der Schließung überarbeitet worden.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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