Heimatverbunden, wie sonst keiner: Aus diesem Bundesland zieht kaum einer weg

Wiesbaden/München - Bayern bleiben im Bundesvergleich am häufigsten in ihrem Bundesland wohnen.

Nebelschwaden ziehen am über das Kloster Oberalteich. Bayern bleiben am häufigsten in ihrem Bundesland wohnen.
Nebelschwaden ziehen am über das Kloster Oberalteich. Bayern bleiben am häufigsten in ihrem Bundesland wohnen.  © Armin Weigel/dpa

Rund 85 Prozent aller Erwachsenen, die im Freistaat geboren wurden, lebten auch 2018 noch dort, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

So heimatverbunden zeigen sich die Menschen in keinem anderen Bundesland.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Baden-Württemberg, wo 83 Prozent der dort Geborenen im Jahr 2018 noch dort lebten - und Nordrhein-Westfalen (82 Prozent).

Diese Zahlen gehen nach BiB-Angaben auf das Demografieportal des Bundes und der Länder zurück, wo sie auf Basis des Sozioökonomischen Panels (SOEP) veröffentlicht wurden.

"Da die meisten Umzüge nur über kurze Distanzen vollzogen werden, ziehen viele Menschen in großen Ländern innerhalb des eigenen Bundeslandes um", sagte Thomas Skora, Soziologe am BiB.

Nur die Hälfte der in Hamburg aufgewachsenen, wohnt noch immer in der Stadt

Von allen Erwachsenen, die in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg zur Welt gekommen sind, wohnen den Angaben zufolge 2018 nur noch etwa die Hälfte dort.

Die Zahlen sind nach BiB-Einschätzung aber nicht nur auf die Größe des jeweiligen Bundeslandes zurückzuführen, sondern auch ein Zeichen für wirtschaftliche Unterschiede. So ist der Anteil derer, die aus ihrem Geburts-Bundesland weggezogen sind, beispielsweise in Ostdeutschland höher als im Westen.

In Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind nur knapp über 50 Prozent der dort Geborenen auch dort geblieben.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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