Aufnahme von Moria-Flüchtlingen: Söder steht hinter Merkel und Seehofer

München - CSU-Chef Markus Söder (53) unterstützt den Vorschlag von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und Innenminister Horst Seehofer (71, CSU) zur Aufnahme weiterer 1500 Migranten von den griechischen Inseln in Deutschland.

Bayerns Innenminister Markus Söder (53,CSU, l.) unterstützt die Pläne von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU). (Archiv)
Bayerns Innenminister Markus Söder (53,CSU, l.) unterstützt die Pläne von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU). (Archiv)  © Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa

Dies sei ein "sehr guter Kompromiss", sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag am Rande einer Klausurtagung der CSU-Fraktion im Landtag in München

Der Kompromiss zeige, dass man die Pflicht wahrnehme, zu helfen, dass man der Verantwortung gerecht werde. Und zusätzlich sei dies verbunden mit der Idee, dass die EU dort ein eigenes Aufnahmezentrum etabliere. Dies wäre auch ein wichtiger Schritt hin zu einer gemeinsamen europäischen Asylpolitik.

Merkel und Seehofer wollen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zusätzlich rund 400 Familien mit Kindern aufnehmen, die in Griechenland bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden. 

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Nur ein Teil von ihnen lebte zuletzt in dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos, das vergangene Woche abgebrannt war. Ob die SPD dem Vorschlag zustimmen wird, war zunächst offen. 

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hatte gefordert, Deutschland müsse zusätzlich zu den bereits gemachten Hilfsangeboten noch einmal mehrere Tausend Geflüchtete aus Griechenland aufnehmen.

Söder rief aber alle Beteiligten auf, dem Kompromiss zuzustimmen. Es sollten sich alle daran beteiligen "und es nicht wieder zerreden".

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa

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