Nach Experten-Studie: Landkreise im Süden bereiten sich auf Blackout vor

Traunstein - Im südlichen Bayern bereiten sich Landratsämter derzeit gemeinsam auf einen möglichen Blackout vor.

Im Falle eins großen Stromausfalls kann es keine hundertprozentige Versorgungssicherheit für jeden Einzelnen geben, teilte das Landratsamt Traunstein mit. (Symbolbild)
Im Falle eins großen Stromausfalls kann es keine hundertprozentige Versorgungssicherheit für jeden Einzelnen geben, teilte das Landratsamt Traunstein mit. (Symbolbild)  © picture alliance / dpa

Die landkreisübergreifende Notfallplanung werde gemeinsam weiter ausgebaut, teilte das Landratsamt Traunstein am Freitag mit.

"Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem derartigen Geschehnis kommt, ist schwer einzuschätzen", sagte Landrat Siegfried Walch (38, CSU).

Dennoch sei es wichtig, über Notfallpläne und über die nötige Infrastruktur zu verfügen und somit sehr schnell reagieren zu können.

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Die Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf a. Inn und Traunstein hatten laut Mitteilung gemeinsam eine Studie zum Thema großflächiger und länger währender Stromausfall in Auftrag gegeben.

Fachexperten hätten für alle Landkreise eine sogenannte Kommunale Impact Analyse (KIA) zur Krisenprävention ausgearbeitet.

Auf Basis der bereits vorliegenden Ergebnisse würden präventiv zielgerichtete Maßnahmen getroffen. Unter anderem gehe es um Notstromaggregate, aber auch um Vorräte an Brennmaterial.

Landkreise in Bayern ergreifen präventive Maßnahmen

Es könne hier allerdings keine hundertprozentige Sicherheit für jeden Einzelnen geben. "Wir müssen uns auf die kritische Infrastruktur konzentrieren", sagte Walch der dpa. Dazu zählten unter anderem Kliniken, Rettungsdienste, Pflegeheime, digitale Kommunikation, Wasserversorgung, Behörden, Bezahlsysteme und Logistik. "Die Sicherheitslage verschärft sich rasant, wenn die kritische Infrastruktur nicht mehr funktioniert."

In den vergangenen Jahren habe es in der Region fast jedes Jahr ein Großschadensereignis oder einen Katastrophenfall gegeben. In Kürze werde nun im Landkreis ein Katastrophenschutz-Zentrum errichtet, in dem auch Material untergebracht werden könne.

Ein Blackout könne durch Naturkatastrophen und Wetterextreme, aber auch Energieknappheit, Sabotage oder Cyberangriffe hervorgerufen werden, hieß es.

Titelfoto: picture alliance / dpa

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