Mehr Zuschauer, weniger 2G! Neue Corona-Regeln in Bayern: Das gilt ab Mittwoch im Freistaat

München - Nach der virtuellen Sitzung des bayerischen Kabinetts am Dienstag stehen die neuen Regelungen für den Freistaat Bayern fest, die ab Mittwoch in Kraft treten.

In weiten Teilen wird die bisher geltende 2G-Regel ab Mittwoch durch 3G oder 2Gplus ersetzt.
In weiten Teilen wird die bisher geltende 2G-Regel ab Mittwoch durch 3G oder 2Gplus ersetzt.  © Marijan Murat/dpa

"Die Situation bietet weiter Anlass zu großer Vorsicht, aber auch zu berechtigter Hoffnung", so Florian Herrmann (55, CSU), Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, am Dienstagnachmittag.

Das Gesundheitssystem sei aktuell nicht von einer Überlastung bedroht. Man setze jetzt vor allem auch auf den Novavax-Impfstoff, der die Impfquote nach einer anhaltenden Stagnation nun wieder weiter anschieben solle.

Dennoch stelle man fest, dass Omikron es nach Auffassung der Politiker rechtfertige, neue Lockerungen zu erlassen. Was in den letzten Tagen immer wieder zu hören war, sollte sich bei den erwarteten Anpassungen der Corona-Regeln bestätigen.

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So fällt die im Rahmen der Corona-Schutzmaßnahmen auferlegte Sperrzeit in der Gastronomie. Seilbahnen darf man wieder zu 75 Prozent auslasten.

Zudem muss man für körpernahe Dienstleistungen nicht mehr geimpft oder genesen sein. Das heißt also, auch ein Negativ-Test ermöglicht künftig wieder den Besuch beim Friseur.

Abstände verschwinden, Alkoholverbot bleibt

Zu Clubs und Discotheken möchte man erst zu einem späteren Zeitpunkt über neue Regeln beraten.
Zu Clubs und Discotheken möchte man erst zu einem späteren Zeitpunkt über neue Regeln beraten.  © Felix Kästle/dpa

Die 2G-Regeln fallen in weiten Teilen, bleiben jedoch weiterhin in der Gastronomie, in Bädern und Thermen, sowie in Sauna-Betrieben erhalten.

2G-plus gilt ab Mittwoch im Bereich Sport und Kultur. In beiden Bereichen bleiben FFP2-Masken Pflicht und es besteht ein Zuschauermaximum von 15.000 Personen.

Kultur-Events dürfen dann zu 75 Prozent ausgelastet werden. "Die Belegung sticht den Abstand", so Herrmann. Man solle weiter so Bestuhlen, dass Abstände möglich wären, doch die Zuschauer-Auslastung habe Priorität.

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Im Sport ist es ähnlich, hier dürfen die Stadien und Hallen zu 50 Prozent gefüllt werden. Abstände werden empfohlen, sind aber keine Voraussetzung mehr. Das Alkoholverbot bleibt weiterhin bestehen.

Bei derartigen Veranstaltungen wird ab Mittwoch auch nicht mehr zwischen regionalen und überregionalen Events unterschieden.

Noch bevor Herrmann die aktuellen Maßnahmen verlesen konnte, postete Ministerpräsident Markus Söder (55) bereits eine Grafik über die Änderungen in den Corona-Schutzmaßnahmen unter anderem auf Twitter. Über Volksfeste und Clubs wurde nicht beraten.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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