Hoffnung Biden: Oberpfalz wünscht sich Kehrtwende bei angekündigtem US-Truppenabzug

Vilseck - Nach der Wahl Joe Bidens (77) zum neuen US-Präsidenten wächst in der Oberpfalz die Hoffnung, dass die amerikanischen Truppen bleiben können. 

Nach der Wahl Joe Bidens (77) zum neuen US-Präsidenten (r.) hofft man in der Oberpfalz, dass die amerikanischen Truppen bleiben können.
Nach der Wahl Joe Bidens (77) zum neuen US-Präsidenten (r.) hofft man in der Oberpfalz, dass die amerikanischen Truppen bleiben können.  © Bildmontage: Timm Schamberger/dpa, Andrew Harnik/AP/dpa

"Ich hoffe, dass der bisherige Zustand erhalten bleibt", sagte Hans-Martin Schertl, Bürgermeister von Vilseck (Landkreis Amberg-Sulzbach), am Sonntag.

Die Kleinstadt wäre von dem von Präsident Donald Trump (74) angekündigten Truppenabzug besonders betroffen. Den Plänen nach sollen Tausende Soldaten Deutschland verlassen - alleine 4500 Soldaten und 9000 Familienangehörige aus Vilseck am Truppenübungsplatz Grafenwöhr.

Für die Oberpfalz wäre der Verlust der Soldaten und ihrer Familien ein schwerer Schlag - sowohl in wirtschaftlicher wie in kultureller und zwischenmenschlicher Hinsicht. 

Die Soldaten seien seit Jahrzehnten in der Region verwurzelt, sagte Schertl. "Unser Wunsch ist es, den US-Soldaten fern ihrer Heimat bei uns weiterhin eine Heimat geben zu können."

Trump hatte den Abzug eines Drittels der rund 36.000 US-Soldaten in Deutschland Mitte Juni angekündigt und ihn mit den aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands begründet.

Titelfoto: Bildmontage: Timm Schamberger/dpa, Andrew Harnik/AP/dpa

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