Parkbank sorgt für Zoff im Stadtrat: "Das ist kein Weg der CSU, sondern der Stadt"

Höchstädt - Für den CSU-Ortsverband Höchstädt ist eine Spende nach hinten losgegangen. Der Ortsverband hatte an einem Wanderweg im Landkreis Dillingen an der Donau eine Bank mit der Aufschrift "Mach mal Pause" zum Ausruhen gespendet - darunter in großen Lettern "CSU".

Diese Bank an einem Rundweg wurde von der örtlichen CSU gespendet. Um die Größe der Aufschrift ist ein Streit entbrannt.
Diese Bank an einem Rundweg wurde von der örtlichen CSU gespendet. Um die Größe der Aufschrift ist ein Streit entbrannt.  © Stefan Puchner/dpa

Unter den Höchstädtern selbst hätte es wegen der gespendeten Parkbank mit dem ungewöhnlich großen Schriftzug keine Beschwerden gegeben, erklärte ein Sprecher der Stadt. Doch in Politikerkreisen war es nichts mit der viel beschworenen Pause.

Seit Ende 2021 hatte sich der Stadtrat in Höchstädt daher mit der Bank beschäftigten müssen, denn die Räte anderer Parteien vermuteten nicht zulässige Parteienwerbung. "Dann können ja gleich alle Parteien den Rundweg zupflastern", sagte Jan Waschke von der SPD laut der "Augsburger Allgemeinen".

Auch Hans Mesch (Freie Wähler) wurde deutlich: "Das ist kein Weg der CSU, sondern der Stadt", zitierte ihn das Blatt.

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Nun hat der Stadtrat eine neue Verordnung erlassen und das Schild-Problem so gelöst. Das CSU-Sponsorenschild ist jetzt offiziell zu groß und muss von der Sitzbank entfernt werden.


Die Höchstädter CSU nahm den Schildbürgerstreich letztlich aber mit Humor: Am 1. April veröffentlichte der Ortsverband der Partei auf seiner Internetseite einen Aprilscherz, wonach man "eine Lotterie über Bank-Werbeplätze an der von uns gestifteten Bank am Herzogin-Anna-Rundweg" veranstalten wolle. Dazu wurden bearbeitete Fotos von der Bank mit dem kritisierten Schild, auf dem nun unter anderem auch die Logos von SPD und Freien Wählern zu sehen waren, veröffentlicht.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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