Pauschale Masken-Befreiung? Online-Attest ruft Ermittler auf den Plan

München - Eine 21-Jährige aus dem Landkreis Hof hatte offenbar wenig Lust auf den in öffentlichen Verkehrsmitteln angeordneten Mund-/Nasenschutz. 

Maskenbefreiung dank Internet? Ganz so einfach ist es dann doch nicht. (Symbolbild)
Maskenbefreiung dank Internet? Ganz so einfach ist es dann doch nicht. (Symbolbild)  © Felix Hörhager/dpa

Die Lösung fand sie im Internet: Ein (wohlgemerkt) Urologe aus dem Landkreis Kassel bot ein Befreiungs-Attest ohne Untersuchung zum Online-Download an. Man müsse nur Namen und Adresse eintragen.

Das reichte dem Bundespolizisten, der selbst gerade in der S-Bahn war, als die Frau am Marienplatz zustieg, jedoch nicht als Grund.

"Dieses Attest ist aber ungültig und befreit nicht vom Tragen eines Mund-/Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln", heißt es in einer Pressemitteilung der Bundespolizei München.

"Die 21-Jährige verhielt sich kooperativ und kam den Anweisungen der Bundespolizei nach. Sie wurde belehrt und wird wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetztes angezeigt." 

Außerdem wurden Ermittlungen wegen "Gebrauchs unrichtiger Gesundheitszeugnisse" gegen sie eingeleitet.

Die Bundespolizei in München warnt vor dem Herunterladen dieser Atteste und weist ausdrücklich darauf hin, dass ein Blanko-Attest nicht davor befreit, in öffentlichen Verkehrsmitteln Schutzmasken zu tragen.

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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