Digitale Aufholjagd: Bessere Ausstattungen für Lehrer und Schüler?

München - Nach den Erfahrungen in der Corona-Pandemie will Bayerns Kultusminister Michael Piazolo Referendaren, Lehrern und Schülern mehr mobile Endgeräte für Zuhause zur Verfügung stellen. 

Der Kultusminister möchte Schüler und Lehrer Zuhause digital besser ausstatten lassen.
Der Kultusminister möchte Schüler und Lehrer Zuhause digital besser ausstatten lassen.  © Armin Weigel/dpa

"Wir haben in den vergangenen Wochen einiges gelernt, was wir beibehalten wollen für die Schule der Zukunft", sagte der Freie-Wähler-Politiker der dpa in München

Durch die Dynamik bei den Infektionszahlen habe sich notgedrungen auch eine Dynamik bei der Digitalisierung an den Schulen ergeben. Dies müsse man nun genauso dynamisch weiterführen - allerdings habe die Krise auch gezeigt, wie unverzichtbar der klassische Präsenzunterricht sei.

Um flexiblere Unterrichtsgestaltungen zu ermöglichen, sei in einem ersten Schritt denkbar, Referendare technisch entsprechend auszustatten und langfristig dann auch alle Schüler. "Das geht natürlich nicht alles auf einen Schlag, aber die Richtung muss dahin gehen", betonte Piazolo.

Eine Hürde sei bisher immer die Finanzierung gewesen. Doch den Kommunen als verantwortliche Sachaufwandsträger der Schulen stünden derzeit fast 1,1 Milliarden Euro aus Fördertöpfen von Bund und Land zur Verfügung. 

"Mein Wunsch wäre es, dass die Schulaufwandsträger noch in diesem Jahr für die Beschaffung der Geräte einen möglichst hohen Anteil dieser Mittel investieren. Ich möchte hierzu zeitnah den Dialog mit den kommunalen Spitzenverbänden fortsetzen, um ein gemeinsames Vorgehen zu vereinbaren."

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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