Pfau mit Pfeil getötet: Schütze wird bedroht, viele Anwohner trauern um Tier

Harburg - Er hat einem wehrlosen Tier das Leben genommen: Nachdem ein freilaufender Pfau in Bayern von einem 23-Jährigen mit einer Armbrust getötet worden ist, gibt es gegen den Mann aus Harburg zahlreiche Bedrohungen.

Ein Zeuge hatte das erschossene Tier am Mittwochabend auf seiner Garage entdeckt und Reste eines Bolzens gefunden. (Symbolbild)
Ein Zeuge hatte das erschossene Tier am Mittwochabend auf seiner Garage entdeckt und Reste eines Bolzens gefunden. (Symbolbild)  © Jonathan Borg/XinHua/dpa

In den sozialen Medien hätten dem Schützen etliche Menschen so einiges an den Hals gewünscht, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Bislang habe die Polizei aber noch nicht tätig werden müssen. 

Es habe sich nicht um strafrelevante Bedrohungen gehandelt. "Wir hoffen natürlich, dass dies auch so bleibt", sagte der Sprecher der zuständigen Polizei.

Ein Zeuge hatte das erschossene Tier am Mittwochabend auf seiner Garage entdeckt und Reste eines Bolzens gefunden. Weil die Pfeilspitze in ein Blech an dem Garagendach einschlug und steckenblieb, konnten die Ermittler die Flugbahn nachvollziehen und so herausfinden, dass der Bolzen aus der Wohnung des 23-Jährigen im Landkreis Donau-Ries abgefeuert worden war. 

Der Mann hatte die Tat am Freitag zugegeben. Zu seinem Motiv schweige er aber weiterhin, sagte der Sprecher. Die Polizei zeigte ihn wegen eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz sowie Sachbeschädigung an. Dies wird Folgen haben.

Anwohner seien traurig, dass der zehn Jahre alte Vogel tot sei, der im Ort laut Polizei unter dem Namen "Pfaui" bekannt war. 

Das blaue Tier drehte nach Darstellung der Polizei seit Jahren seine Runden in der Straße und war beliebt. Besonders habe der Vogel es Zeugenangaben zufolge genossen, sich auf dem Garagendach in einer Fensterscheibe zu spiegeln.

Titelfoto: Jonathan Borg/XinHua/dpa

Mehr zum Thema Bayern:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0