Corona-Lockerungen für Bayerns Schüler zu früh? Philologenverband skeptisch

München - Der Bayerische Philologenverband (bpv) betrachtet einige der von der Staatsregierung angekündigten Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen kritisch.

Corona und Unterricht: Seit mehr als einem Jahr ist es immer wieder ein gesellschaftliches Streitthema. (Symbolbild)
Corona und Unterricht: Seit mehr als einem Jahr ist es immer wieder ein gesellschaftliches Streitthema. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa

Zum aktuellen Zeitpunkt seien diese "der falsche Weg und stellen ein unnötiges Risiko dar", teilte der Vorsitzende Michael Schwägerl mit.

"Wo doch ein möglichst unbelasteter und sicherer Schulbeginn das ist, was sich alle wünschen." In Bayern beginnt die Schule am 14. September.

Der Wegfall der FFP2-Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr, der auch von Schülern genutzt wird, sei problematisch. Dort sollen dann medizinische Masken ausreichen.

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Der Schuljahresbeginn in anderen Bundesländern habe gezeigt, dass das Risiko von Infektionen unter anderem durch Reiserückkehrer ernst zu nehmen sei.

Im ÖPNV träfen Menschen zu Stoßzeiten dicht gedrängt aufeinander, weshalb der FFP2-Standard eine zusätzliche Sicherheit biete.

Tests an Schulen wichtig zur Unterbrechung von Infektionsketten

Diese Sicherheit sei erforderlich, wenn in den ersten Schulwochen noch ungeimpfte Kinder und Jugendliche Busse und Bahnen nutzen und anschließend den Tag in ihren Klassen verbringen, sagte Schwägerl.

Zu den Tests an Schulen sagte Schwägerl, diese seien "nach wie vor ein wichtiger Baustein in der Unterbrechung von Infektionsketten und in der Sicherung des Präsenzunterrichts".

Grund- und Förderschulen nutzten die PCR-Pooltests, die zeitsparend und aussagekräftiger seien.

Weiterführende Schulen dürften nicht benachteiligt werden. "Wenn es Fortschritte in der Test-Strategie gibt, müssen diese allen Schularten zugutekommen."

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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