Hiobsbotschaft für bayerische Eltern: Schulen bleiben offenbar dicht!

München - Nach den Beratungen der Kultusminister der 16 Bundesländer gibt es in Bayern wenig Hoffnung auf eine rasche Öffnung der Schulen zum Präsenzunterricht.

Michael Piazolo (61, Freie Wähler) verteidigt die unterschiedlichen Vorgehensweisen. (Archiv)
Michael Piazolo (61, Freie Wähler) verteidigt die unterschiedlichen Vorgehensweisen. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Die Kultusministerkonferenz beschloss am Montag im Kern, die Schließung der Schulen von dem jeweiligen Corona-Infektionsgeschehen in den einzelnen Bundesländern abhängig zu machen.

Bayern hat vergleichsweise hohe Inzidenzwerte von derzeit rund 160 im Durchschnitt. Zielmarke ist eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von höchstens 50.

Bayerns Ressortchef Michael Piazolo (Freie Wähler) verteidigte am Montag eine stark unterschiedliche Vorgehensweise innerhalb Deutschlands. Die Corona-Inzidenzwerte in einigen Gegenden seien viermal so hoch wie in anderen.

"Daher ist es weiter sinnvoll und richtig, dass die Länder bei unterschiedlichen Ausgangslagen auch teilweise unterschiedlich agieren", sagte Piazolo am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir tun dies aber innerhalb eines gemeinsamen Rahmens, den wir in der Kultusministerkonferenz gemeinsam abstimmen." Eine definitive Entscheidung soll am Mittwoch im bayerischen Ministerrat gefällt werden.

Aktuell wird in sozialen Netzwerken wie Twitter unter dem Hashtag #LasstDieSchulenZu über das mögliche Vorgehen diskutiert.

Die Kultusministerkonferenz hatte am Montag beschlossen, nur dort, wo es die Situation erlaube, die Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach einem Stufenplan zu ermöglichen, der sich am jeweiligen Infektionsgeschehen orientiert.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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