Bei Pinkelpause überrollt: Frau klemmt über 6 Stunden hilflos unter eigenem Auto

Thalmässing - Im Landkreis Roth hat sich eine Frau am Freitagvormittag gegen 9 Uhr in eine unglückliche Situation gebracht.

Weil sie ihre Notdurft verrichten wollte, kam eine Frau durch ihr Auto in eine sehr prikäre Situation.
Weil sie ihre Notdurft verrichten wollte, kam eine Frau durch ihr Auto in eine sehr prikäre Situation.  © vifogra / Ralph Goppelt

Nach TAG24-Informationen fuhr die Frau mit ihrem blauen Peugeot zwischen Oberrödel und Tiefenbach, als plötzlich die Natur ihr Recht verlangte und sie zu einer ungeplanten Verrichtung ihrer Notdurft zwang.

Auf Höhe Zell bog die Frau aus diesem Grund in einen Waldweg ein und stieg aus.

Aus bislang ungeklärter Ursache machte sich daraufhin das Fahrzeug selbständig und rollte auf die Fahrerin zu. 

"Die Frau hat wohl versucht den Pkw noch aufzuhalten, wurde dann vom Fahrzeug erfasst und darunter eingeklemmt", beschreibt Franz-Peter Lössl, Pressesprecher der Feuerwehr Hilpoltstein, die weiteren Geschehnisse.

Das prekäre an der Situation: Sie konnte sich selbst nicht mehr aus ihrer Lage befreien und musste auf Hilfe hoffen. Stundenlang. 

Erst gegen 15.30 Uhr, als etwa sechseinhalb Stunden später, kamen zufällig Personen auf einem Traktor den Weg entlang und entdeckten die Frau. 

Lebensgefahr konnte nicht ausgeschlossen werden

Die Frau wurde vor Ort noch medizinisch versorgt und schließlich in eine Klinik geflogen.
Die Frau wurde vor Ort noch medizinisch versorgt und schließlich in eine Klinik geflogen.  © vifogra / Ralph Goppelt

Zu diesem Zeitpunkt hatten Angehörige bereits eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgegeben.

Die zufälligen Retter befreiten die Frau aus ihrem rollenden Gefängnis und verständigten die Rettungskräfte.

"Es wurde dann ein Rettungshubschrauber angefordert, um die Person in das nächste geeignete Krankenhaus zu transportieren", so Lössl. Lebensgefährliche Verletzungen konnten vor Ort nicht ausgeschlossen werden.

Franz-Peter Lössl, zeigte sich gegenüber den Passanten, die zufällig die Frau entdeckten und sofort handelten, sehr dankbar.

"Das einzig Falsche, was der Ersthelfer machen kann, ist nichts zu machen. Jeder Ersthelfer kann zumindest den Notruf absetzen, kann geeignete Rettungskräfte alarmierten, das ist das Allerwichtigste, er kann zumindest der Person, sofern sie ansprechbar ist gut zusprechen", so der Feuerwehrmann.

Titelfoto: vifogra / Ralph Goppelt

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