Außer Kontrolle: Polizei will Autofahrer kontrollieren, kurz darauf ist sein Wagen Schrott

Petersaurach - Dieser 4. Advent endete für einen 33-Jährigen mit jeder Menge Ärger, als er bei einer Verkehrskontrolle in Ansbach vor der Polizei flüchten wollte.

Der 33-Jährige konnte sich selbst aus dem Wrack befreien, wurde jedoch am Rücken verletzt.
Der 33-Jährige konnte sich selbst aus dem Wrack befreien, wurde jedoch am Rücken verletzt.  © NEWS5 / Frank

Gegen 10 Uhr fiel der schwarze Kia einer Polizeistreife ins Auge, weil er ohne Kennzeichen im Stadtgebiet unterwegs war.

Bei der geplanten Kontrolle allerdings gab der Fahrer Gas und raste davon: "Mit stark überhöhter Geschwindigkeit von teilweise über 200 km/h fuhr er über die B13 bis auf die A6 in Fahrtrichtung Amberg", heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Für den Mann, der aus noch völlig ungeklärter Ursache Reißaus nahm, endete das Manöver allerdings unglücklich. Auf Höhe der Anschlussstelle Neuendettelsau verlor der 33-Jährige die Kontrolle über sein Fahrzeug, als er von der Fahrbahn abkam.

Das Auto rammte ein Verkehrszeichen und überschlug sich daraufhin mehrmals. Schließlich blieb es auf dem Dach liegen. Zwar konnte der Mann von selbst aus dem Wrack klettern, eine Rückenverletzung erforderte jedoch den Einsatz eines Rettungsdienstes. Aktuell wird der Mann im Krankenhaus versorgt.

Auto nicht geklaut und kein Alkohol im Spiel

Der Kia rammte dieses Verkehrsschild und überschlug sich daraufhin mehrere Male.
Der Kia rammte dieses Verkehrsschild und überschlug sich daraufhin mehrere Male.  © NEWS5 / Frank

Beamte der Verkehrspolizei Ansbach haben nun die Ermittlungen übernommen. Vor allem die Hintergründe der Flucht sollen hierbei geklärt werden.

Bislang ist den Beamten nur bekannt, dass das Fahrzeug auf den Verunglückten selbst zugelassen ist und er zumindest nicht alkoholisiert am Lenkrad saß.

"Um zu überprüfen, ob der Unfallfahrer unter Drogeneinfluss stand, ordnete die zuständige Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme bei dem 33-Jährigen an", teilten die Beamten mit.

Gegen 12.45 Uhr waren die Unfallaufnahme sowie die Räum- und Bergungsarbeiten soweit abgeschlossen, dass die Fahrbahn wieder freigegeben werden konnte.

Nun sucht die Polizei noch nach Personen, die direkt von der Flucht des 33-Jährigen betroffen waren: "Da es durch die riskanten Fahrmanöver des 33-jährigen Tatverdächtigen wiederholt zu gefährlichen Verkehrssituationen gekommen sein soll, suchen die ermittelnden Beamten nach Zeugen."

Die Unfallaufnahme sowie die Ermittlungen zu den Hintergründen der Flucht haben übernommen. Derzeit ist unklar, weshalb der Tatverdächtige sich der Verkehrskontrolle entzog. Erste Überprüfungen des Unfallfahrzeugs ergaben, dass dieses auf den 33-Jährigen zugelassen ist. Ein Atemalkoholtest verlief negativ. Die Fahrbahn konnte nach der Unfallaufnahme sowie den Räum- und Bergungsarbeiten gegen 12.45 Uhr wieder freigegeben werden.

Zeugen können sich unter der Rufnummer 0981 9094-430 mit der Verkehrspolizei Ansbach in Verbindung setzen.

Titelfoto: NEWS5 / Frank

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