Razzia im Drogenmilieu: Polizei durchsucht Asylbewerberunterkunft

Neu-Ulm - Am Samstag hat die Polizeiinspektion Neu-Ulm in einer Asylbewerberunterkunft mehrere Wohnungen durchsucht.

Ein Haftbefehl wurde im Rahmen der Razzia vollzogen. (Symbolbild)
Ein Haftbefehl wurde im Rahmen der Razzia vollzogen. (Symbolbild)  © Johannes Neudecker/dpa

"Ihren Ursprung hatten die Ermittlungen bereits im Jahr 2019. Die Neu-Ulmer Polizei gewann Erkenntnisse darüber, dass von mehreren Beteiligten, die in der Unterkunft wohnen, reger Handel mit Betäubungsmitteln betrieben wird", heißt es in einer Pressemitteilung.

Im Laufe der Ermittlungen erhärteten sich diese Erkenntnisse. Zudem rückte der Bereich der Eigentumskriminalität - vor allem im Zusammenhang mit Fahrraddiebstählen - ins Visier der Ermittler.

Am Freitag durchsuchten dann mehr als 150 Einsatzkräfte zahlreiche Wohnungen innerhalb dieser Unterkunft. Im Zuge dessen vollstreckten die Beamten auch einen Haftbefehl.

"Zudem beschlagnahmten die Beamten insgesamt etwa einhundert Gramm Marihuana und kleinere Mengen an Amphetamin und Kokain", heißt es in der Meldung weiter. Im Zusammenhang mit dem Rauschgifthandel führe man aktuell sieben Ermittlungsverfahren gegen Männer zwischen 17 und 33 Jahren.

Thomas Merk, Einsatzleiter der Polizeiinspektion Neu-Ulm: "Ziel der heutigen Razzia ist es, an Rauschgifthandel, Fahrraddiebstählen und Gewaltdelikten beteiligte Personen zu identifizieren und bestehende Strukturen dahinter aufzudecken. Wir möchten die Haupttäter bestimmen."

Neben der Bekämpfung der Rauschgift- und Eigentumskriminalität war das Ziel der Durchsuchungen auch, sich ein umfassendes Bild über die Sicherheitslage in der Unterkunft zu verschaffen. 

Titelfoto: Johannes Neudecker/dpa

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