Regenbogenfahne mit brennendem Holzpfahl angezündet

Dillingen - Mit einem brennenden Holzpfahl hat ein bisher unbekannter Täter in Dillingen in der Nacht zum Donnerstag versucht, eine Regenbogenfahne anzuzünden.

In Schwaben versuchten Täter, eine Regenbogenflagge, die für Solidarität und Toleranz steht, anzuzünden. (Symbolbild)
In Schwaben versuchten Täter, eine Regenbogenflagge, die für Solidarität und Toleranz steht, anzuzünden. (Symbolbild)  © Francisco Seco/AP/dpa

Die auf dem Gelände eines Verbrauchermarktes gehisste Flagge, schmorte im unteren Bereich, wie die Polizei mitteilte.

Herabfallende geschmolzene Teile setzten zudem den Grünstreifen unter der Flagge in Brand. Herbeigerufene Polizeibeamten löschten den Rasen. Die Ermittler suchen jetzt nach Zeugen des Vorfalls.

Der Vorfall steht vor dem Hintergrund der Absage der UEFA das Münchner Stadion in Regenbogenfarben zu erleuchten.

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Da das ungarische Parlament ein Gesetz billigte, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt, sollte mit der Stadionbeleuchtung beim EM-Spiel ein Zeichen gesetzt werden. Die UEFA lehnte den Plan mit der Begründung ab, es handle sich dabei um ein politisches Statement.

Im Stadion schwenkten deshalb etliche Fans Regenbogenfähnchen, ein Flitzer in Deutschland-Trikot und mit Regenbogenfahne stürmte auf das Spielfeld. Torwart Manuel Neuer trug erneut seine Regenbogen-Kapitänsbinde, Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) zeigte sich mit einer entsprechend bunten FFP2-Maske.

Zeitungen und TV-Sender zeigten die Farbenvielfalt, die sich auch vor dem Stadion und in der Stadt widerspiegelte. Zahlreiche Gebäude wurden entsprechend beflaggt oder gar beleuchtet.

Titelfoto: Francisco Seco/AP/dpa

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