Ride Free 2021: Mai-Kundgebung gegen von Bundesrat geforderte Fahrverbote

Nürnberg - Bei der größten Maikundgebung des Tages in Bayern haben laut Polizei-Angaben 7500 Motorradfahrer in Nürnberg gegen mögliche Wochenend-Fahrverbote protestiert.

Tausende Motorradfahrer demonstrierten gegen die "Aushebelung der Grundrechte und der Freiheiten".
Tausende Motorradfahrer demonstrierten gegen die "Aushebelung der Grundrechte und der Freiheiten".  © vifogra / Eberlein

Zu der Veranstaltung auf dem Volksfestplatz in Bayerns zweitgrößter Stadt fuhren demnach erheblich mehr Teilnehmer an als von den Veranstaltern ursprünglich angemeldet.

Alles sei friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken anschließend.

Die Kundgebung unter dem Motto "Free Ride 2021" hätte eigentlich schon Mitte April stattfinden sollen, Veranstalter war der niederbayerische Motorradclub "Branos".

Die Organisatoren warfen der Regierung auf ihrer Facebook-Seite "Aushebelung der Grundrechte und der Freiheiten" vor.

Den ursprünglich angedachten Motorradkorso gab es coronabedingt nicht, sondern eine stationäre Kundgebung. Der Bundesrat hatte vor einem Jahr der Bundesregierung Wochenend-Fahrverbote für besondere Konfliktfälle nahegelegt - also in Gemeinden, in denen die Bürger stark unter Motorradlärm leiden.

In Nürnberg trafen sich laut Polizei etwa 7500 Biker, um gegen mögliche Wochenend-Fahrverbote zu protestieren.
In Nürnberg trafen sich laut Polizei etwa 7500 Biker, um gegen mögliche Wochenend-Fahrverbote zu protestieren.  © NEWS5 / Bauernfeind

Die Bundesregierung will das aber nicht umsetzen. Im sehr sonnigen Frühjahr vergangenen Jahres hatte es während des ersten Corona-Lockdowns in vielen Ausflugsorten sehr starken Motorradverkehr mit dem entsprechenden Krach gegeben, insbesondere am Alpenrand.

Titelfoto: NEWS5 / Bauernfeind

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