Zwei Frauen sind tot, zwei wurden schwer verletzt: Formfehler hat erhebliche Folgen

Rosenheim - Fast vier Jahre nach einem Raserunfall mit zwei toten Frauen in Rosenheim wird der Prozess gegen einen der beiden Angeklagten neu aufgerollt. 

Rettungskräfte und zwei zerstörte Autos stehen an einer Unfallstelle. Bei dem Unfall starben zwei Frauen, zwei wurden schwer verletzt. (Archivbild)
Rettungskräfte und zwei zerstörte Autos stehen an einer Unfallstelle. Bei dem Unfall starben zwei Frauen, zwei wurden schwer verletzt. (Archivbild)  © Josef Reisner/dpa

Das hat das Oberste Bayerische Landesgericht entschieden, wie eine zuständige Sprecherin am Donnerstag entsprechend bestätigte. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Gegen den zweiten Angeklagten bleibt das Urteil des Landgerichtes Traunstein bestehen. 

Der 26-Jährige war zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Gegen den zweiten, 27 Jahre alten Angeklagten, muss jetzt vor einer anderen Kammer des Traunsteiner Landgerichtes noch einmal verhandelt werden. 

Der Vorsitzende Richter hatte einen Formfehler begangen, weshalb das Bayerische Oberste Landesgericht nun einen Revisionsgrund sah.

Bei dem Unfall am 20. November 2016 war ein Golf GTI beim Überholen mit einem Auto kollidiert, in dem drei junge Frauen saßen. Zwei von ihnen im Alter von 21 Jahren und 15 Jahren starben bei dem Unfall, eine 19-Jährige wurde schwer verletzt.

Der Golffahrer wurde deshalb zu 20 Monaten Haft verurteilt, das Urteil ist bereits rechtskräftig. 

Mitschuldig an dem Urteil befand das Gericht auch die Fahrer zweier BMW, die dem Golf nach dem Überholmanöver das rechtzeitige Wiedereinscheren verweigert hatten und somit den Unfall wohl erst ermöglicht hatten.

Titelfoto: Josef Reisner/dpa

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