Rückgang im im Corona-Jahr: Deutlich weniger Kirchenaustritte in Bayern

Von Ulf Vogler

München - Die beiden großen christlichen Kirchen in Bayern hatten 2020 deutlich weniger Kirchenaustritte zu verzeichnen.

Zwar treten immer noch sehr viele Menschen aus den bayerischen Glaubensgemeinschaften aus, doch der Mitgliederschwund bei den christlichen Kirchen hat zuletzt etwas abgenommen. (Symbolbild)
Zwar treten immer noch sehr viele Menschen aus den bayerischen Glaubensgemeinschaften aus, doch der Mitgliederschwund bei den christlichen Kirchen hat zuletzt etwas abgenommen. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

Insgesamt verließen rund 92.900 Menschen die Glaubensgemeinschaften, im Vorjahr waren es 110.700. Bundesweit sah die Entwicklung vergleichbar aus.

Die katholischen Bistümer verzeichneten im Freistaat rund 66.300 Austritte, berichtete die Deutsche Bischofskonferenz am Mittwoch in Bonn.

Im Vorjahr waren noch 78.300 Menschen im Freistaat aus der katholischen Kirche ausgetreten. Die Gesamtzahl der Katholiken sank damit in Bayern auf 6,16 Millionen.

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Aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche traten etwa 26.600 Menschen aus, im Jahr 2019 waren dies noch knapp 32.400, wie die Landeskirche in München mitteilte.

Zum Jahresende 2020 zählte die protestantische Kirche 2,25 Millionen Mitglieder, im Jahresvergleich etwa zwei Prozent weniger.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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