Schlechte Noten wegen Gender-Sternchen? Staatsregierung ermahnt Hochschulen

München - Die Staatsregierung hat die Hochschulen in Bayern noch einmal präventiv ermahnt, dass der Verzicht auf Gender-Sternchen oder Ähnliches nicht zu schlechteren Noten führen dürfe.

Der Verzicht auf Gender-Sternchen oder Ähnliches soll kein Bewertungskriterium sein. (Symbolbild)
Der Verzicht auf Gender-Sternchen oder Ähnliches soll kein Bewertungskriterium sein. (Symbolbild)  © Uli Deck/dpa

"Das ist etwas, das nicht prüfungsrelevant sein darf", sagte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler (50, CSU) sagte, es habe zwar noch keine offizielle Beschwerde gegeben, mahnte aber ebenfalls, die Verwendung von Gender-Sprache dürfe kein Bewertungskriterium sein.

Söder kündigte zudem an, Gesetze und Leitfäden, die es im staatlichen Bereich gebe, würden nun noch einmal auf die Frage hin überprüft.

Die Bayerische Universitätenkonferenz hatte in einer Stellungnahme am vergangenen Freitag bereits betont, dass sprachliche Leitfäden der Orientierung dienten und "in keiner Weise verpflichtend" seien.

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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