Doppelmord von Schnaittach: Deshalb geht es trotz gefällten Urteilen erneut vor Gericht

Nürnberg - Der spektakuläre Doppelmord im mittelfränkischen Schnaittach im bayerischen Landkreis Nürnberger Land wird zum Teil vor Gericht neu aufgerollt.

Der spektakuläre Doppelmord in Schnaittach im bayerischen Landkreis Nürnberger Land hat in ganz Deutschland für Aufsehen gesorgt. (Archivbild)
Der spektakuläre Doppelmord in Schnaittach im bayerischen Landkreis Nürnberger Land hat in ganz Deutschland für Aufsehen gesorgt. (Archivbild)  © Daniel Karmann/dpa

Vor einem Jahr hatte das Landgericht Nürnberg-Fürth einen 26 Jahre alten Informatiker und seine 23 Jahre alte Frau zu lebenslanger Haft für den Mord an den Eltern des Mannes verurteilt. 

Die Frau, die wegen Anstiftung verantwortlich gemacht worden war, hatte in Teilen erfolgreich Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Die Revision ihres Ehemannes war nicht erfolgreich.

Gegen sie wird nun am 13. Juli eine neue Hauptverhandlung am Landgericht Nürnberg-Fürth gestartet, wie die Nürnberger Justiz mitteilte.

Dabei werde es jedoch nicht mehr um den eigentlichen Schuldspruch an sich gehen, sondern lediglich um das Strafmaß. 

Der Bundesgerichtshof hatte in dem ursprünglichen Urteil bemängelt, es sei nicht ausreichend auf mögliche strafmildernde Gründe eingegangen.

Der 26 Jahre alte Mann hatte seine 66 Jahre alte Mutter und seinen 70 Jahre alten Vater mit einem Zimmermannshammer im Bett liegend erschlagen. 

Hintergrund soll gewesen sein, dass die junge Frau ihren Mann "für sich alleine haben" wollte, wie es im ursprünglichen Urteil hieß. Die Eltern sollten deswegen "weg". Die beiden Leichen waren von der Polizei eingemauert in der Wand eines Nebenraumes im elterlichen Anwesen gefunden worden.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

Mehr zum Thema Bayern:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0