Brandsatz fliegt aus dem Fenster: SEK-Polizist schwer verletzt

Regensburg - Ein Mann hat in der Nacht zum Sonntag in Regensburg einen brennenden Gegenstand aus dem Fenster geworfen und dadurch einen größeren Einsatz der Polizei ausgelöst. 

Die Spezialeinsatzkräfte (SEK) nahmen den Mann in seiner Wohnung fest.
Die Spezialeinsatzkräfte (SEK) nahmen den Mann in seiner Wohnung fest.  © Alexander Auer

"Er ist derzeit in polizeilichem Gewahrsam", sagte ein Sprecher am Sonntagmorgen. 

"Er hat gegen 3 Uhr mindestens einen brennenden Gegenstand aus dem Fenster geworfen." 

Das Feuer wurde schnell gelöscht. Verletzt wurde niemand.

Spezialkräfte (SEK) nahmen den Mann dann wenig später in seiner Wohnung fest. Weitere Details nannte die Polizei zunächst nicht.

Vorsorglich wurde das mehrgeschossige Wohnhaus im Norden der Stadt geräumt. Gefahr für Unbeteiligte habe nicht bestanden.

Update: 13.40 Uhr: Polizist durch Feuer schwer verletzt

Bei der Festnahme des Mannes in einer Wohnung in Regensburg ist ein Beamter eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) durch Feuer schwer verletzt worden. Er wurde am Sonntagmorgen mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen, wie die Polizei mitteilte. Wie genau es zu dem Unglück kam, war unklar. Die Ermittlungen dauerten an.

In der Nacht hatte eine Anwohnerin die Polizei alarmiert, nachdem ein 41-Jähriger einen Brandsatz aus dem Fenster eines Mehrparteienhauses geworfen hatte. Ein Nachbar löschte das Feuer vor dem Haus. Unterdessen rückte das SEK an, weil die Gefahr bestand, dass der 41-Jährige weitere Brandsätze besaß. Bei der Festnahme sei schlagartig Feuer in der Wohnung des Verdächtigen ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Dabei verletzte sich ein SEK-Mann schwer. In der Wohnung wurden daraufhin weitere - vermutlich selbst gebastelte - Brandsätze sichergestellt.

Das Gebäude war vor dem Einsatz geräumt worden. Die Bewohner konnten sich vorübergehend in einem Bus aufhalten, wo sie von einem Sanitätsdienst und der Polizei betreut wurden. Die Wohnung des 41-Jährigen wurde den Angaben nach durch das Feuer erheblich beschädigt.

Titelfoto: Alexander Auer

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