SEK im Kloster: Unbekannter auf dem Dach löst Großeinsatz der Polizei aus

Passau - Es war gegen 1.30 Uhr in der Nacht, als der Pater des Klosters Mariahilf am Mariahilfberg in Passau aufhorchte.

Mehrere SEK-Beamte rückten an, um die potenzielle Person auf dem Dach zu finden.
Mehrere SEK-Beamte rückten an, um die potenzielle Person auf dem Dach zu finden.  © Markus Zechbauer/zema-medien.de

Auf dem Blechdach des Gebäudes dachte er, Schritte vernommen zu haben. Er rief die Polizei.

Nachdem laut TAG24-Informationen weder Schritte gehört noch unbekannte Personen gesichtet werden konnten, rückten die Beamten wieder ab.

Gegen 3.30 Uhr begannen die Geräusche dann allerdings erneut. Als der Geistliche auch noch auf den Dächern den Schatten einer sitzenden Person sah, rief er erneut die Ordnungshüter.

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Wieder konnten diese niemanden entdecken. Um 4.30 Uhr kam die Feuerwehr, um mit Drehleitern die Suche zu unterstützen. Wieder ohne Ergebnis.

Da man von einer potenziellen Gefahrenlage ausgehen musste, rückten schließlich noch mehrere Fahrzeuge mit SEK-Beamten und der Verhandlungsgruppe aus München an.

Es wurde schließlich Kontakt zu einem offenbar nur englisch sprechendem Mann aufgebaut.

Dieser weigerte sich, das Dach zu verlassen. Die hinzugerufenen Höhenretter der Feuerwehr sahen den Angaben zufolge keine Möglichkeit, den Mann ohne dessen Willen zu retten.

Mann flieht über mehrere Vordächer und verschwindet

Während des Gesprächs mit den Einsatzkräften sei der Mann über mehrere Vordächer ins Tal gesprungen und anschließend geflohen. Wegen des schwierigen Geländes gelang es der Polizei nicht, den Mann einzuholen.

Eine anschließende Fahndung, an der auch die Bundespolizei und ein Boot der Wasserschutzpolizei beteiligt waren, blieb zunächst ohne Erfolg.

Als auch die niemanden finden konnten, wurde die Suchaktion gegen 9 Uhr eingestellt.

Titelfoto: Markus Zechbauer/zema-medien.de

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