Seniorin bei Rettungsversuch in Tod gestürzt: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Sinzing - Nach dem tödlichen Sturz einer Seniorin während eines Rettungseinsatzes in der Oberpfalz ermittelt in Bayern nun die Regensburger Staatsanwaltschaft wegen des Verdachtes der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt.

Die Staatsanwaltschaft geht der Frage nach, wie es zu dem folgenschweren Zwischenfall in Sinzing kommen konnte. (Symbolbild)
Die Staatsanwaltschaft geht der Frage nach, wie es zu dem folgenschweren Zwischenfall in Sinzing kommen konnte. (Symbolbild)  © picture alliance/Patrick Seeger/dpa

Ein Sachverständiger sei bereits eingeschaltet worden, um den Unfallhergang zu klären, sagte ein Behördensprecher am Montag. Es gebe noch keine Ergebnisse, ob jemand den Sturz verschuldet habe.

Die 75 Jahre alte Frau habe am Freitagabend aus medizinischen Gründen aus ihrer Wohnung im zweiten Stock eines Hauses in Sinzing im Landkreis Regensburg geholt werden müssen.

Weil die Dame stark übergewichtig gewesen sei, sei dies nicht durch das Treppenhaus möglich gewesen, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter. Die Frau sollte durch das Fenster geborgen werden.

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Die Feuerwehr habe die Frau auf eine Trage gebettet und diese unter dem Korb einer Drehleiter befestigt, schilderte der Sprecher zum Hergang.

Aus unbekannten Gründen habe sich die Trage um 90 Grad gedreht und die Seniorin sei knapp fünfeinhalb Meter tief auf den Boden gefallen.

Die 75-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

Titelfoto: picture alliance/Patrick Seeger/dpa

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