Söder und Kurz: Wir wollen keine Grenzschließungen

München/Wien - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) will sich am Freitagnachmittag ab 15 Uhr im Zollamt Bad Reichenhall mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (34, ÖVP) treffen. 

Markus Söder (53), Ministerpräsident von Bayern (l.), trifft Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). (Archiv)
Markus Söder (53), Ministerpräsident von Bayern (l.), trifft Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). (Archiv)  © Hans Klaus Techt/APA/dpa

Im Mittelpunkt des Arbeitstreffens unweit des Grenzübergangs Walserberg steht die aktuelle Entwicklung bei den Corona-Infektionen. 

"Es geht nur um Corona", kündigte Söder am Donnerstag in München an - es gehe um die Anti-Corona-Maßnahmen in beiden Ländern und um den Grenzverkehr.

In beiden Ländern waren in den vergangenen Tagen wieder deutliche Zuwächse bei den Corona-Neuansteckungen verzeichnet worden. 

Deutschland hat deswegen die Bundesländer Wien, Vorarlberg (mit Ausnahme der Gemeinde Mittelberg / Kleinwalsertal) sowie Tirol (mit Ausnahme der Gemeinde Jungholz) zu Risikogebieten erklärt.

Update 15.50 Uhr: Söder berät mit Österreichs Kanzler Kurz über Corona-Krise

Markus Söder (l., CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, begrüßen sich vor einem Arbeitstreffen im Zollamt.
Markus Söder (l., CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, begrüßen sich vor einem Arbeitstreffen im Zollamt.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) haben sich klar gegen neue Grenzschließungen im Kampf gegen das Coronavirus ausgesprochen. 

"Wir in Deutschland wollen keinen zweiten Lockdown, wir wollen auch keine Schließung der Grenzen", sagte Söder am Freitagnachmittag vor einem Treffen mit Kurz im Zollamt Bad Reichenhall direkt an der Grenze. 

"Eine Schließung der Grenzen wäre eine Ultima Ratio, die jetzt keiner will." Kurz betonte ebenfalls, es sei "ein ganz wesentlicher Aspekt, dass die Grenzen offen bleiben". Kurz warnte sehr deutlich vor schweren Folgen für die eng verwobene Wirtschaft.

In beiden Ländern waren zuletzt wieder hohe Corona-Zahlen registriert worden. In Österreich wurden sogar die Spitzenwerte aus der Hochphase der Pandemie im Frühjahr überschritten - wobei die Regierung darauf hinwies, dass heute deutlich mehr getestet werde als damals. 

Deutschland hat die Bundesländer Wien, Vorarlberg (mit Ausnahme der Gemeinde Mittelberg / Kleinwalsertal) sowie Tirol (mit Ausnahme der Gemeinde Jungholz) schon vor einiger Zeit zu Risikogebieten erklärt.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

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