Störche in Mittelfranken getötet: Polizei veröffentlicht erste Ermittlungsergebnisse

Update 15. Juli, 10.41 Uhr: Neue Informationen der Polizei

Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Mittwoch mitteilte, liegen nun erste Ergebnisse zur Untersuchung der toten Störche, die in Spalt im Landkreis Landkreis Roth tot aufgefunden wurden. 

Demnach konnten keine Projektile oder gleichartige Gegenstände bei der Untersuchung der Tierkadaver gefunden werden. Final ausschließen könnten die Beamten eine Schussverletzung, die zum Tod der Störche führte jedoch nicht.

Die Staatsanwaltschaft hat nu eine Obduktion der Tiere angefordert. Ergebnisse sollen Ende nächster Woche vorliegen.

Erstmeldung vom 13. Juli: Tierhasser attackiert junge Störche tödlich: 1000 Euro Belohnung ausgesetzt!

Spalt - Zwei Jungstörche sind in Mittelfranken mutmaßlich getötet worden. 

Offensichtlich wurden im mittelfränkischem Landkreis Roth Störche tödlich attackiert.
Offensichtlich wurden im mittelfränkischem Landkreis Roth Störche tödlich attackiert.  © vifogra / Goppelt

Ein Passant hatte die Tiere in Spalt im Landkreis Landkreis Roth verletzt aufgefunden und die Beamten gerufen, teilte die Polizei am Montag mit.

"Eines der Tiere lag auf der Fahrbahn, ein weiteres konnte in unmittelbarer Nähe des ersten Tieres auf einem gläsernen Vordach entdeckt werden", heißt es in der Mitteilung. 

Beim Eintreffen der Beamten am Sonntag seien die Störche bereits tot gewesen. 

Kopfverletzungen deuteten darauf hin, dass Unbekannte die Vögel absichtlich attackiert hätten. Die Polizei ermittelt nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.  

Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen im Zusammenhang mit Störchen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Roth unter 09171/9744-0 zu melden.

Update, 17.28 Uhr: LBV setzt Belohnung aus

Nach Angaben des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) wurden die Vögel vermutlich illegal geschossen. 

Der Abschuss einer streng geschützten Art wie dem Weißstorch sei eine Straftat und kein Kavaliersdelikt, sagte LBV-Storchenexpertin Oda Wieding. 

"Wir haben deshalb Strafanzeige gestellt und loben eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise auf den oder die Straftäter aus."

Titelfoto: vifogra / Goppelt

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