Stadt plant Kaninchenjagd in Park: Bürger und Tierschützer gehen auf die Barrikaden

Ingolstadt - Nach heftiger Kritik von Bürgern und Tierschützern hat die Ingolstädter Stadtverwaltung eine geplante Kaninchenjagd in einem Park abgesagt.

Mehr als 1000 Kaninchen sollen in dem Park in Ingolstadt leben. (Symbolbild)
Mehr als 1000 Kaninchen sollen in dem Park in Ingolstadt leben. (Symbolbild)  © Soeren Stache/dpa

Das Gartenamt der oberbayerischen Stadt wollte in den kommenden Wochen mit der Jagd die Zahl der Nagetiere im Klenzepark stark reduzieren. Darauf werde nun verzichtet, teilte ein Sprecher der Stadt am Dienstag mit.

Am Wochenende hatte der Donaukurier darüber berichtet, dass der Gartenamtsleiter die Zahl der Kaninchen in dem Park auf mehr als 1000 schätzt. Er sagte, dass die Tiere die Anpflanzungen zerstörten.

Für die Jagd wollte die Behörde Frettchen einsetzen. Bei dieser Jagdmethode scheuchen die Frettchen die Kaninchen aus dem Bau, dann sollten die Nager gefangen und "tiergerecht entsorgt" werden.

Nach Angaben der Stadt habe insbesondere diese Aussage "Irritationen" ausgelöst.

Unter anderem wurde eine Online-Petition gestartet. Der Ingolstädter Tierschutzverein berichtete von "vielen empörten Reaktionen" und kündigte an, mit dem Gartenamt der Stadt nach einer Lösung suchen zu wollen.

Die Stadt werde nun prüfen, ob mit anderen Maßnahmen eine Kontrolle der stark angewachsenen Kaninchen-Population möglich ist, erklärte der Sprecher.

Eventuell könnten die Tiere durch stark riechende Pflanzen von den Blumenbeeten ferngehalten werden.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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