Straubinger Rathaus fünf Jahre nach Brand im Wiederaufbau

Straubing - Fünf Jahre nach dem Brand des historischen Rathauses in Straubing ist die Sanierung in vollem Gange.

Der zuständige Baudirektor sieht in der Brandruine die Chance, das Straubinger Rathaus schöner zu gestalten, als es vorher war.
Der zuständige Baudirektor sieht in der Brandruine die Chance, das Straubinger Rathaus schöner zu gestalten, als es vorher war.  © Armin Weigel/dpa

Denn der eigentliche Wiederaufbau begann erst Ende 2020.

In der Zeit davor mussten die Gebäudereste statisch gesichert, ein provisorisches Dach aufgesetzt, restauratorische Arbeiten an erhalten gebliebenen Deckengemälden vorgenommen, Kabel verlegt sowie Bauplanung und Finanzierung beschlossen werden.

Zurzeit laufen Hochbauamtsleiter Marko Kreißig zufolge Arbeiten am Fundament. In der zweiten Jahreshälfte 2024 könnte die gesamte Maßnahme laut Planung abgeschlossen sein.

Tragischer Unfall: Mann stürzt bei Dacharbeiten in den Tod
Bayern Tragischer Unfall: Mann stürzt bei Dacharbeiten in den Tod

Baudirektor Wolfgang Bach sagte, in dem Brand liege - bei aller Tragik - auch eine Chance: "Das Rathaus wird hinterher schöner sein als zuvor."

Ziel der Stadt war es demnach von Anfang an, das Gebäude so wiederaufzubauen, dass es zwar dem alten Rathaus optisch gleicht, aber auch aktuellen Anforderungen wie zum Beispiel dem Brandschutz und der technischen Ausstattung gerecht wird.

Am 25. November 2016 brannte das 600 Jahre alte Straubinger Rathaus mitten im Stadtzentrum. Als Ursache vermutet man einen möglichen Funkenflug bei Bauarbeiten. (Archiv)
Am 25. November 2016 brannte das 600 Jahre alte Straubinger Rathaus mitten im Stadtzentrum. Als Ursache vermutet man einen möglichen Funkenflug bei Bauarbeiten. (Archiv)  © Armin Weigel/dpa

Kosten für das Gesamtprojekt: 46,5 Millionen Euro

Die Kosten für das Projekt liegen laut Planung bei 46,5 Millionen Euro. Im Februar 2020 hatten sich die Stadt und die Versicherungskammer Bayern auf die Zahlung von 31 Millionen Euro geeinigt.

Der Freistaat stellte zudem einen Zuschuss in Höhe von maximal zehn Millionen Euro in Aussicht.

Die Ursache für das verheerende Feuer am 25. November 2016 hatte sich nicht aufklären lassen. Spekuliert wurde über Funkenflug bei Bauarbeiten. Teile des denkmalgeschützten Gebäudes waren um die 600 Jahre alt. Die markante Fassade konnte gerettet werden.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

Mehr zum Thema Bayern: