Streik bei Danone: Das fordern die Mitarbeiter des Joghurt-Herstellers

Rosenheim - Die Beschäftigten des Rosenheimer Danone-Werkes wollen am Mittwoch für bessere Abfindungen bei der Schließung des Standorts im nächsten Jahr streiken.

Der französische Getränke- und Lebensmittelriese Danone will das Werk in Rosenheim schließen. (Archivbild)
Der französische Getränke- und Lebensmittelriese Danone will das Werk in Rosenheim schließen. (Archivbild)  © Andreas Gebert/dpa

"Unter den 160 Mitarbeitern ist die Wut über die geplante Werksschließung groß. Denn selbst in der Coronakrise arbeitet der Standort profitabel", sagte Georg Schneider, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Region Rosenheim-Oberbayern, am Dienstag. 

Der französische Lebensmittelkonzern Danone hatte im Januar angekündigt, sein Joghurt-Werk im oberbayerischen Rosenheim zu schließen (TAG24 berichtete). Die Produktion soll im Juli nächsten Jahres eingestellt werden.

Ziel der eintägigen Arbeitsniederlegung sei es nun, die Geschäftsleitung zum Abschluss eines Sozialtarifvertrags zu bewegen, teilte die NGG mit.

"Darin sollen höhere Abfindungen und Weiterbildungsmöglichkeiten geregelt werden. Denn der bisher von Danone angebotene Sozialplan reicht aus Sicht der Belegschaft nicht aus", sagte Schneider. Die Schließung treffe vor allem ältere Beschäftigte, die nur dürftige Job-Perspektiven hätten. 93 der insgesamt 160 Mitarbeiter seien älter als 50 Jahre.

Nach NGG-Informationen habe der Standort die Produktionsvorgaben des Managements trotz Corona zuletzt sogar deutlich übertreffen können, unterstrich die Gewerkschaft. Das Unternehmen hatte im Januar mitgeteilt, die Auslastung der Danone-Molkerei Rosenheim sei in den vergangenen zehn Jahren um 70 Prozent gesunken.

In Rosenheim lässt Danone vor allem Quark-Joghurt-Cremes herstellen, zudem Quarks und Hüttenkäse. 

Danone zählt zu den führenden internationalen Lebensmittelunternehmen und hat nach eigenen Angaben 2018 mit über 100.000 Mitarbeitern und Produkten in gut 120 Märkten fast 25 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

Titelfoto: Andreas Gebert/dpa

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