Streik über "Prime Day": Mitarbeiter bei Amazon legen Arbeit eine ganze Woche nieder

Graben - Beschäftigte des Amazon-Versandzentrums im schwäbischen Graben wollen im Kampf für einen Tarifvertrag die ganze Woche ihre Arbeit niederlegen.

Ein Sortiermitarbeiter von Amazon trägt ein Paket. In Schwaben wurden die Beschäftigten dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. (Symbolbild)
Ein Sortiermitarbeiter von Amazon trägt ein Paket. In Schwaben wurden die Beschäftigten dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Am Montagmorgen zählte eine Verdi-Sprecherin etwa 300 Menschen, die ihrem Arbeitsplatz im Landkreis Augsburg fernblieben.

Insgesamt arbeiteten an dem Standort über alle sechs Schichten verteilt rund 1800 Frauen und Männer. Seit Sonntagabend seien sie aufgerufen, sich an der bis Samstagnacht geplanten Aktion zu beteiligen, sagte die Sprecherin.

Insgesamt hat Verdi Beschäftigte in sieben deutschen Amazon-Versandzentren dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Anlass ist der sogenannte "Prime Day" des Unternehmens am 21. und 22. Juni, zu dem es mit Sonderangeboten wirbt.

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Die Gewerkschaft fordert die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie Verhandlungen über einen Tarifvertrag "Gute und gesunde Arbeit".

Amazon verweist darauf, dass das Unternehmen bereits jetzt "eine exzellente Bezahlung" biete.

Erst vor kurzem hatte der Konzern angekündigt, in seinen deutschen Versandzentren ab Juli einen Einstiegsstundenlohn von 12 Euro brutto einzuführen. Im Herbst 2022 soll dieser auf 12,50 Euro steigen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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