Tarifverhandlungen im Einzelhandel gehen in die zweite Runde

München - Die Tarifverhandlungen im Einzelhandel sind in diesem Jahr schwierig. Für Supermarktketten war 2020 ein sehr gutes Jahr, für Modehäuser und Schuhhandel eine Katastrophe. Bei der zweiten Verhandlungsrunde ist noch keine Einigung zu erwarten.

Verdi fordert für die Belegschaften 4,5 Prozent mehr Gehalt plus einen Fixbetrag von 45 Euro. (Symbolbild)
Verdi fordert für die Belegschaften 4,5 Prozent mehr Gehalt plus einen Fixbetrag von 45 Euro. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Im Einzelhandel gehen Arbeitgeber und Gewerkschaft Verdi in Bayern am Dienstag (11.15 Uhr) in die zweite Verhandlungsrunde.

Eine Einigung wird noch nicht erwartet. Auch in anderen Bundesländern sind die Tarifgespräche bislang ergebnislos geblieben.

Verdi fordert für die Belegschaften 4,5 Prozent mehr Gehalt plus einen Fixbetrag von 45 Euro. Die Arbeitgeber hatten in der ersten Runde Anfang Mai noch kein Angebot vorgelegt.

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In den vergangenen Wochen hatte Verdi Warnstreiks in über 100 Betrieben organisiert.

Im bayerischen Einzel- und Versandhandel arbeiten über eine halbe Million Menschen, viele davon aber in Unternehmen ohne Tarifvertrag. Die Umsätze waren 2020 im Schnitt kräftig gestiegen, doch profitierten davon nur Teilbereiche des Einzelhandels.

So war das Jahr laut Handelsverband Bayern wegen der monatelangen coronabedingten Schließungen für Textil- und Schuhhandel sehr schlecht.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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