Urteil: Tattoo-Verbot für Polizisten bleibt bestehen

Bayern - Die Polizisten im Freistaat dürfen keine sichtbaren Tätowierungen am Unterarm oder am Hals tragen. 

Das Bundesverwaltungsgericht erlaubt dem Polizisten keinen Termin beim Tätowierer. (Symbolbild)
Das Bundesverwaltungsgericht erlaubt dem Polizisten keinen Termin beim Tätowierer. (Symbolbild)  © 123RF/kzenon

Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag entschieden. Es wies die Klage eines 43 Jahre alten Beamten zurück (TAG24 berichtete). 

Der Mann wollte sich den Schriftzug "Aloha" auf der Haut verewigen lassen - als Erinnerung an traumhafte Flitterwochen auf Hawaii. 

Das Polizeipräsidium Mittelfranken genehmigte die Tätowierung nicht, und auch die Klage des Mannes blieb in drei Instanzen erfolglos.

Das Bayerische Beamtengesetz enthalte ein für Polizeivollzugsbeamte "hinreichend vorhersehbares und berechenbares Verbot" von Tätowierungen, erklärte der Vorsitzende Richter Ulf Domgörgen. Eine äußerlich erkennbare Tätowierung sei nicht mit der Neutralitäts- und Repräsentationsfunktion von Uniformträgern vereinbar. 

Das individuelle Interesse eines Beamten müsse hinter der Notwendigkeit eines neutralen Erscheinungsbildes der Polizei zurücktreten.

Titelfoto: 123RF/kzenon

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