Terrorverdächtige nimmt sich in Haft das Leben: Haben Behörden kläglich versagt?

Von Michael Donhauser

Aichach - In der Justizvollzugsanstalt Aichach bei Augsburg hat sich eine wegen Terrorverdachtes in Bayern in U-Haft befindliche Frau das Leben genommen.

In der Justizvollzugsanstalt Aichach hat sich eine wegen Terrorverdachtes in Bayern in U-Haft befindliche Frau das Leben genommen. (Symbolbild)
In der Justizvollzugsanstalt Aichach hat sich eine wegen Terrorverdachtes in Bayern in U-Haft befindliche Frau das Leben genommen. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

Das bayerische Justizministerium bestätigte am Freitag entsprechende Informationen des Spiegel.

Der Anwalt der Frau mache den Behörden schwere Vorwürfe, weil suizidale Tendenzen bei ihr bekannt gewesen seien.

Sie nahm sich am 21. Mai das Leben.

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Das Justizministerium bestätigte, dass die Inhaftierte zur Untersuchung in eine psychiatrischen Einrichtung gebracht worden war.

Der Leiter der Einrichtung habe bestätigt, dass bei der Frau keine Selbsttötungsabsichten mehr bestünden, deshalb sei sie in die Haftanstalt nach Aichach zurückverlegt worden.

Auch der dortige Anstaltspsychiater habe keine solchen Tendenzen festgestellt.

Die Untersuchungshaft sei vom Bundesgerichtshof angeordnet und vom Oberlandesgericht München bestätigt worden. Wie das Justizministerium mitteilte, wurde der Frau vorgeworfen, eine ausländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben.

Laut Spiegel hatte sie 450 Euro an eine Organisation gespendet, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahe steht.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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