"Das ist nicht akzeptabel": Bayern vernachlässigt die Tierheime

München - Die Staatsregierung tut nach Ansicht des Bayerischen Gemeindetages zu wenig, um Tierheime finanziell zu unterstützen. 

Für die Unterbringung, Futter und Impfungen der Findel-Tiere müssen vor allem die Heime und Gemeinden selbst aufkommen. (Symbolbild)
Für die Unterbringung, Futter und Impfungen der Findel-Tiere müssen vor allem die Heime und Gemeinden selbst aufkommen. (Symbolbild)  © 123rf/andreykuzmin

Der Freistaat überlasse die Kostenerstattung für Unterbringung, Futter und Impfungen der gefundenen Tiere den Tierheimen und Gemeinden und werde seiner Verantwortung nicht gerecht, hieß es in einer Mitteilung des Gemeindetages vom Freitag.

"Das ist nicht akzeptabel. Die Unterbringung von aufgefundenen Haustieren über einen längeren Zeitraum ist ein Gebot des Tierschutzes", sagte Gemeindetags-Präsident Uwe Brandl (CSU). 

Die Kosten müssten gerecht zwischen Gemeinden und Staat aufgeteilt werden oder die Verantwortung nach einigen Wochen den Veterinärämtern als Tierschutzbehörden übergeben werden.

Das Umweltministerium verwies dazu auf Anfrage auf eine staatliche Unterstützung für Bayerns Tierheime in Höhe von 2,2 Millionen Euro im Doppelhaushalt für die Jahre 2019 und 2020. 

Außerdem sei eine Bezuschussung der Ausgaben für die Vermittlungstätigkeit der Tierheime möglich, wenn die zuständigen Kommunen die betreffenden Tierheime "regelmäßig und angemessen" finanziell unterstützt hätten.

In Bayern wurden dem Gemeindetag zufolge zuletzt immer mehr aufgefundene Tiere abgegeben. Besonders Katzen blieben demnach dann oft für viele Monate in den Tierheimen zurück.

Titelfoto: 123rf/andreykuzmin

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